Prof. em. Dr. Bernd Six

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Elaborations-Wahrscheinlichkeit-Modell

(= E.) [engl. elaboration likelihood model, ELM; lat. elaborare sorgfältig ausführen], [SOZ], das E., auch als Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit bez., wurde von Petty und Cacioppo (1986) in…

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Territorialität

[engl. territoriality; lat. territorium Gebiet], [SOZ], ein zunächst aus der Verhaltensforschung stammendes (Territorialverhalten), inzw. jedoch in der Umweltpsychologie von Sommer (1969) verwendetes…

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soziale Dominanz

(= soz. D.) [engl. social dominance (theory); lat. dominari herrschen], [SOZ], die Theorie der soz. D. (Pratto, 1999, Sidanius & Pratto, 1999) geht davon aus, dass alle menschlichen GesellschaftenSys…

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Identität und Selbst

[engl. social identity theory; lat. idem derselbe], [PER, SOZ], die Theorie der sozialen Identität (TSI) wurde von Tajfel (1978) und Tajfel & Turner (1979, 1986) als ein theoret. Rahmenkonzept zur…

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Theorie des geplanten Verhaltens

[engl. theory of planned behavior], [EM, SOZ], die TPB lässt sich sowohl als eine Verallgemeinerung wie auch als eine Ergänzung der Theorie des überlegten Handelns (TRA) verstehen (Ajzen, 1985, 1991).…

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Theorie des überlegten Handelns

(= T.) [engl. theory of reasoned action], [EM, SOZ], die T. ist eine der am häufigsten verwendeten Theorien der Verhaltensvorhersage. Als Beleg sei nur auf die zahlreichen Metaanalysen verwiesen, die…

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Versuchsleiter-Erwartungseffekte

(= V.) [engl. experimenter effect, experimeter expectancy effect], syn. Versuchsleitereffekte, [FSE, SOZ], die sog. «Krise der Sozialps.» wurde u. a. ausgelöst durch Untersuchungen, die von Rosenthal…

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Vorurteile

(= V.) [engl. prejudice], [SOZ], in der klassischen und bis heute am häufigsten zitierten Def. nach Allport (1954, S. 2) ist ein Vorurteil «eine Antipathie, die sich auf eine fehlerhafte und starre…

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Werte

(= W.), [EM, KOG, PER, SOZ], in der Form der indiv. Werthaltungen von Kluckhohn (1951) sind W. def. als eine explizite oder implizite, für ein Individuum oder eine Gruppe charakteristische Konzeption…

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Intergruppenbeziehungen

(= I.) [engl. intergroup relationships], [SOZ], I. oder Intergruppenverhalten bezeichnet die Tatsache, dass jede Wahrnehmung, Kognition oder Verhaltensweise davon abhängig ist, welcher Gruppe wir…

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Sexismus

(= S.) [engl. sexism; lat. sexus Geschlecht], [SOZ], zeigt sich in vorurteilsbesetzten (Vorurteile) Einstellungen und diskriminierenden Verhaltensweisen gegenüber Personen aufgrund ihrer…

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ageism

[engl. Altersdiskriminierung; age Alter], syn. Altersvorurteile, [EW, SOZ], Alter zählt gemeinsam mit Ethnizität und Geschlecht zu den sozialen Kategorien, die von Fiske (1998) als die Top 3 der…

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Depersonalisierung

[engl. depersonalization; lat. de- un-, weg-], [SOZ], ein Prozess, bei dem es zu einem Wechsel in der Kategorisierung von Personen kommt. Persönliche Identität wird zugunsten sozialer Identität (Ident…

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Gruppenkohäsion

(= G.) [engl. group cohesion; lat. cohaerere zusammenkleben], [SOZ], G. beschreibt die Stärke der Beziehungen, die die Mitglieder einer Gruppe an die Gruppe bindet und damit ein indirektes Maß der…

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Kovariationsmodell

(= K.) [engl. covariation model; lat. co- zusammen, variare verändern], [KOG, SOZ], innerhalb der Attributionsforschung (Kausalattribution) ist neben der naiven Handlungsanalyse von Heider (1958) und…

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Stereotyp, stereotyp

(= S.) [engl. stereotype, stereotypical; gr. στερεός (stereos) fest, τύπος (typos) Form], [KOG, SOZ], Bez. für Abläufe (motorisch, kognitiv, sprachlich), die starr und wie «festgefahren» erscheinen. S…

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Entitativität

[engl. entitativity; lat. entitas Einheit], [SOZ], von Campbell bereits 1958 eingeführtes Konzept zur Kennzeichnung der Wahrnehmung einer Gruppe als Gruppe. Nach Campbell (1958, 1961) sind drei…

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falscher Konsensus-Effekt

[engl. false consensus effect; lat. consensus Übereinstimmung], [SOZ], Attributionsfehler. Mit diesem erstmals von Ross et al. (1977) nachgewiesenen und inzw. vielfach replizierten Effekt wird die…

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Leader-Member-Exchange-Theorie (LMX)

[engl.] «Leiter («Führer»)-Mitarbeiter-Austausch», [AO, SOZ], die LMX wurde von Graen und Kollegen in den 1970er-Jahren eingeführt (Graen & Cashman, 1975). Inzwischen zählt die Theorie zu den…

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Normen, soziale

(= s.N.) [engl. social norms; lat. norma Regel, Maßstab], [SOZ], Normen (= N.) sind Regeln, die sich auf Verhalten, aber auch auf Emotionen und Kognitionen beziehen und in Gruppen und/oder Gesellschaf…

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Overjustification-Effekt

(= OE.) [engl. overjustification «Überrechtfertigung»], [EM, KOG, SOZ], werden Personen für ein Verhalten belohnt (Belohnung), das sie ohnehin schon ausführen, d. h. werden sie extrinsisch belohnt,…

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soziale Urteilstheorie

(= soz. U.) [engl. social judgement theory(SJT)], [KOG, SOZ], die von Sherif und Kollegen (Sherif et al., 1965) entwickelte soz. U. unterteilt persuasive Argumente (Persuasion) danach, ob sie für den…

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Waffeneffekt

[engl. weapons effect], [EM, SOZ]Berkowitz und LePage (1967) haben in einem sehr frühen Experiment zeigen können, dass das Vorhandensein von Waffen im Versuchslabor bei frustrierten Vpn zu einem…

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Gruppenpolarisation

(= G.) [engl. group polarisation], [SOZ], in der Sozialps. ist G. die Tendenz einer Gruppe nach einer Gruppendiskussion extremere Gruppenentscheidungen zu fällen, als dies vor der Gruppendiskussion…

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Terror-Management-Theorie

(= TMT.) [engl. terror management theory; lat. terror Schrecken, Angst], [EM, SOZ], Kern der TMT. sind die potenziellen Bewältigungsstrategien (Coping) angesichts der Tatsache, dass wir sterben müssen…

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Equity-Theorie

(= E.) [engl. equity theory; equity (Verteilungs-)Gerechtigkeit], [SOZ], Theorie der Billigkeit (Gerechtigkeit), nach der die Aufteilung von Lohn bzw. Gratifikationen bzw. Gewinn proportional zu den…

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Abwertungshinweis

[engl. discounting cue], [SOZ], als Erklärung für die Entstehung des Sleeper-Effekts (Sleeper-Effekt) verwendetes Konzept. Verbindet der Adressat oder Empfänger einer Botschaft neg. Assoziationen (dis…

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Altruismus

(= A.) [engl. altruism; lat. alter der andere], [SOZ], im Ggs. zum Egoismus stehende Rücksichtnahme auf andere. Selbstlosigkeit in Denken, Fühlen und Handeln (Handlung). In den meisten Systemen, die…

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Androgynie

(= A.) [engl. androgyny; gr. ἀνήρ (aner) Mann, γυνή (gyne) Frau], [PER, SOZ], die Unterscheidung von sex und gender, d. h. von biol. und psychol. Geschlechtszugehörigkeit, und die Konzipierung der…

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A-R-D-System

Abk. für attitude-reinforcer-discriminative system, [SOZ], Einstellungstheorie von Staats (1968), durch die Einstellungsfunktionen, Einstellungsbildung und Einstellungsänderung auf der Basis…

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Attraktivität

(= A.) [engl. attraction; lat. attrahere anziehen, (an)locken, für sich gewinnen], [SOZ], in der Sozialps. inzw. fast ausschließlich das Themengebiet, das sich mit physischer A. beschäftigt (Amelang…

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Attributionsfehler

(= A.) [engl. attribution error; lat. attribuere zuteilen, zuweisen], [SOZ], die in den subj. Erklärungsversuchen gemachten sog. A. sind der (1) fundamentale A. [engl. fundamental attribution error],…

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Autoritarismus

(= A.) [engl. authoritarianism; franz. autoritaire Gehorsam fordernd, unterdrückend, lat. auctoritas Ansehen, Macht, Würde], [PER, SOZ], (allg.) Bez. für eine generalisierte Einstellung bzw. ein…

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Balance-Theorien, Gleichgewichtstheorien

(= B.) [engl. balance theories], [SOZ], zählen zur Gruppe der klass. Einstellungstheorien, die davon ausgehen, dass inkonsistente Beziehungen zw. Personen und ihren Einstellungen zu Einstellungsänderu…

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Brainstorming

[engl. brainstorm Geistesblitz, glänzende, verrückte Idee], [FSE, SOZ], eine von Osborne bereits 1953 entwickelte Gruppen-Problemlösungs-Technik, die im Prinzip in zwei Stadien abläuft (Osborne, 1953)…

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bystander effect

[engl.] Zuschauereffekt, [SOZ], die Wahrscheinlichkeit einer Hilfeleistung (prosoziales Verhalten) für Personen, die sich in einer Notsituation befinden, nimmt mit der Zahl der in dieser Situation…

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Commitment

(= C.) [engl.] Bindung, Verpflichtung; [lat. committere vereinigen], syn. Bindung, [AO, WIR], in der Organisationspsychologie ist C. ein relationales Konzept, mit dem die Position des einzelnen…

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Deindividuation

(= D.) [engl. deindividuation; lat. de- ab-, weg-, individuum Einzelwesen], [SOZ], Entpersönlichung, Nivellierung interindiv. Unterschiede. D. ist zunächst einmal nichts anderes als Anonymität des…

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Dilemma, soziales

[engl. social dilemma; gr. δίσ- (dis) zwei, λημμα (lemma) Annahme], [SOZ], zentrales Merkmal der versch. Formen sozialer Dilemmata ist der Konflikt (Konflikt, sozialer) zw. dem Eigeninteresse eines…

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Dogmatismus

(= D.) [engl. dogmatism; gr. δόγμα (dógma) (Lehr-)Meinung], [PER, SOZ], v. a. als Alternativkonzept zur autoritären Persönlichkeit von Rokeach (1960) entwickeltes Konzept zur Kennzeichnung der…

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Einstellung

(= E.) [engl. attitude, mental set], [KOG, PER, SOZ], ein in der Ps. nicht eindeutig verwendeter Begriff. E. ist zum einen die Art (Akzentuierung, Tönung) der Gerichtetheit, der Ausrichtung, des…

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Abweichung, soziale

[engl. social deviance], [RF, SOZ], fast ausschließlich auf Verhalten bezogene Klassifikation, bei der die Abweichung von einer geltenden Norm (Normen, soziale) zur Kategorisierung eines best.…

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soziale Leistungsaktivierung

(= soz. L.) [engl. social facilitation], [KOG, SOZ], mit soz. L. wird das Phänomen beschrieben, dass Personen einfache und/oder gut gelernte Aufgaben in Gruppen erfolgreicher bewältigen (mehr leisten)…

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Foot-in-the-door-Technik

[engl.] «Fuß-in-die-Tür-Technik», [SOZ, WIR], eine Beeinflussungsstrategie, die darin besteht, von jemandem zunächst eine kleine Bitte erfüllt zu bekommen, die i. d. R. nur selten abgeschlagen wird,…

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Gruppendenken

(= G.) [engl. group think], [SOZ], das Konzept wurde erstmals innerhalb der Entscheidungsforschung von Janis (1971) eingeführt, um damit das Zustandekommen unangemessener und fehlerhafter…

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Gruppe

(= G.) [engl. group], [SOZ], Anordnung von Dingen und Menschen, zugleich Ausdruck einer inneren Beziehung. In den Sozialwissenschaften sind G. ein Spezialfall der «menschlichen Plurale». Es genügt…

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implizite Persönlichkeitstheorie

(= IPT) [engl. implicit personality theory; lat. implicere verknüpfen, umschlingen], [PER, SOZ], Spezialfall sog. impliziter Theorien (Wegner & Vallacher, 1977) oder sog. Laientheorien (Furnham, 1988,…

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Komponentenmodell

(= K.) [engl. component model; lat. componere zusammenstellen], [SOZ], Vorstellung, nach der Einstellungsobjekte hinsichtlich mehrerer Dimensionen eingeschätzt werden. Nach dem von H. Feger (1979) ent…

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Konservatismus, Konservativismus

(= K.) [engl. conservativism; lat. conservare bewahren], [PER, SOZ], eine generalisierte Einstellung (Six, 1996), die entweder als unipolares Konstrukt (z. B. Wilson, 1973, je mehr K., desto weniger…

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Machiavellismus

[engl. machiavellianism], nach Machiavelli, Niccolò, [PER], von Christie & Geis (1971) erstmals als Persönlichkeitskonstrukt verwendetes Konzept. Kennzeichnend sind vier Merkmale: (1) relativ geringe…

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Macht

(= M.) [engl. power, indogerm. magh können, vermögen], [EM, SOZ], bez. eine zweistellige, asymmetrische Relation zw. einem M.haber und einem «Beherrschten» (Individuum, System). M. kann sich somit auf…

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Mere-Exposure-Effekt

[engl. «Effekt des bloßen Kontakts/Ausgesetztseins»], [SOZ, WIR]Zajonc (1968) hat in einer Serie von Arbeiten zeigen können, dass die mehrfache Darbietung eines Reizes eine hinreichende Bedingung…

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negative-state relief model

(= n.) [engl.] Modell der Entlastung bei neg. Stimmung, [EM, SOZ], entgegen den Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Hilfeleistungen dann häufiger zu erwarten sind, wenn die Helfer in guter Stimmun…

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Rassismus

(= R.) [engl. racism], [SOZ], unter R. wird i. d. R. ein extremes Vorurteil, meist verknüpft mit diskriminierendem Verhalten gegenüber Personen oder Gruppe, verstanden, die einer anderen Ethnie («Rass…

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Risikoschub-Effekt

(= R.), [engl. risky shift effect], [SOZ], der R. beschreibt das Phänomen, dass individuelle risikohafte Entscheidungen (Entscheiden) in und nach der Interaktion (soziale Interaktion) in der Gruppe

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Rolle

(= R.) [engl. role], [SOZ], vom Begriff der dramatischen R. des altgriechischen Schauspiels als ein durch Thema und Inhalt vorgeschriebenes Verhalten eines Akteurs abgeleitet, bedeutet R. in der…

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