Prof. em. Dr. Christian Becker-Carus

Dorsch-Autorenprofil
Forschungsschwerpunkte
Biologische Grundlagen des Verhaltens, Wahrnehmung und visuelles System, Interpendenz motorisch-sensorischer Reizverarbeitung, Psychophysiologie, Neuropsychologie (Stress, Aktivation und EEG), Konditionierung, Lernen, Gedächtnis, Psychophysiologische Schl
Stichwörter dieses Autors im Dorsch
Abhängigkeit

(= A.) [engl. addiction], [KLI, PHA]. Bez. für das unausweichliche Angewiesensein eines Individuums, einer Sache, eines Zustandes auf andere Individuen usw., z. B. die A. des Kleinkindes, die A. bei…

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Aktigrafie

(= A.) [engl. actigraphy; lat. actus Tätigkeit, Darstellung, gr. γράφειν (graphein) schreiben], [BIO, DIA], die maschinelle oder heute zumeist elektronische Aufzeichnung der allg. motorischen…

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Aktometer

[engl. actigraphy; lat. actus Tätigkeit, Darstellung; μέτρον (metron) Maß], [BIO, DIA], Aktivitätsmessgerät, Aktograf. Ein am Handgelenk oder an einer anderen «strategischen» Stelle des Körpers…

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Appetenzverhalten

(= A.) [engl. appetitive behavior; lat. appetentia Verlangen, Streben, Begehren], [KOG], bez. in der vergleichenden Verhaltensforschung (Ethologie) einen als Such- und Orientierungsverhalten…

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Assoziationsfelder

(= A.) [engl. association area], [BIO], Assoziationsareale, Assoziationskortex. Areale der Hirnrinde (Neokortex, Gehirn), die keine eindeutigen sensorischen (Wahrnehmung), sensiblen oder motorischen (

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Attrappe

(= A.) [engl. dummy, fake; frz. attrape Falle], [KOG], etwas, das Eigenschaften eines Originals nachahmt, um jemanden zu täuschen. Die A. ahmt aber nie alle Eigenschaften nach, wie ein Duplikat oder…

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Auslösemechanismus

(= A.) [engl. releasing mechanism], [BIO, KOG], bez. die Fähigkeit von Lebewesen, selektiv auf best. Außenreize (Schlüsselreize wie Farben, Körperformen, Bewegungsweise) biol. sinnvoll zu reagieren,…

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Bastard

(= B.) [engl. bastard; altfrz. bastard rechtmäßig anerkannter außerehelicher Sohn eines Adligen], syn. Hybride, Mischling, Kreuzung, Bankert, [PER], (1) in der Genetik (Genetik, Erblichkeit, Verhalten…

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Biologie

(= B.) [engl. biology; gr. βίος (bios) Leben, λόγος (logos) Lehre], [BIO], die Naturwiss., die sich mit der belebten Natur und ihren Lebewesen befasst, mit ihrer Anatomie, Physiologe und mit der…

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Broca’sche Windung (Broca-Areal, -Region)

[engl. Broca's area]; nach P.P. Broca (1824−1880), [BIO, KOG], Sprachregion der dominanten (meist linken) Hirnhälfte (Gehirn), präfrontales Sprachzentrum, motorisches Sprachzentrum (Sprache), Area 44,…

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Domestikation

(= D.) [engl. domestication; lat. domus Haus], syn. Domestizierung, [BIO], ist ein innerartlicher Veränderungsprozess von Organismen (Wildtieren oder -pflanzen), bei dem diese durch den Menschen über…

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Dressur

(= D.) [engl. dressage], [KOG], das Abrichten von Tieren sowie das öffentliche Vorführen des Ergebnisses. Im Ggs. zur Erziehung beim Menschen wird Tieren durch die Dressur beigebracht, auf Kommando…

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Elektrodiagnostik

[engl. electrodiagnostics], [BIO, DIA], ein Bereich der med. und psychophysiol. Diagnostik, in dem die körpereigenen bioelektrischen Erscheinungen zur Klärung physiol. und psychol. Vorgänge sowie zur…

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Elektrophysiologie

(= E.) [engl. electrophysiology], [BIO], jener Teil der Physiologie, der sich mit den von den Lebewesen selbst erzeugten elektrischen Strömen (Aktionsströme) befasst. Diese treten bei allen…

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Embryonalentwicklung

(= E.) [engl. embryonic development; gr. ἔμβρυον (embryon) ungeb. Keim/Sprößling], [EW], syn. Embryogenese, Keimesentwicklung. Die E. (griech. émvrio die ungeb. Leibesfrucht und jénnisi die Geburt,…

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Engramm

(= E.) [engl. engram; gr. ἐν (en) innen, γράφειν (graphein) schreiben], [BIO, KOG], Gedächtnisspur, Neurogramm; (1) die von einem spezif. Gedächtnisinhalt hervorgerufene, dauernde, strukturelle bzw.…

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Enzephalografie

(= E.) [engl. encelography; gr. ἐγκέφαλον (enkephalon) Gehirn, γράφειν (graphein) schreiben], [BIO, DIA], Gehirnaufzeichnungsverfahren. (1) Ursprünglich gleichbedeutend mit Pneumoenzephalografie,…

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EOG

[BIO, DIA], (1) Abk. für Elektroolfaktografie [engl. electroolfactography], Registrierung der Summierung vieler kleiner Generatorpotenziale, die von olfaktorischen Rezeptoren erzeugt werden. Olfaktie.…

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Ergotropie

[engl. ergotropic; gr. έργον (ergon) Arbeit, Wirken, τροπη (trope) Wendung, Einwirkung], [BIO], nach W. R. Hess (1938) die im allg. Sinne einer Leistungssteigerung des Individuums ausgerichtete…

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Ermüdung

(= E.) [engl. tiredness, exhaustion, fatigue], [AO, BIO, EM, KOG, PHA], ein Folgezustand geistiger oder körperlicher Beanspruchung, der reversible Leistungs- und Funktionsminderungen eines Organs…

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Ermüdungsmessung

[engl. fatigue assessment], [AO, BIO, DIA], die Feststellung des Ermüdungsgrades (Ermüdung) bei der Ausübung einer Tätigkeit, die bei längerer Dauer stark ermüdet. Der Grad der eintretenden Ermüdung…

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Ethologie

(= E.) [engl. ethology; gr. ἔθος (ethos) Sitte, Gepflogenheit, λόγος (logos) Lehre], [BIO, KOG, PER, SOZ], (1) Wiss. von den Sitten und Bräuchen eines Volkes, vom Charakter des Einzelnen; (2) Wissen…

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extrapyramidales System

(= e. S.) [engl. extrapyramidal system], syn. extrapyramidales motorisches S., striopallidäres S., striäres S., myostatisches S., [BIO], der nicht über die Pyramidenbahnen verlaufende Teil des…

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Familie

(= F.) [engl. family; lat. familia von famulus, Haussklave], [SOZ], (1) In einem klass. Verständnis das Elternpaar mit den unselbstständigen Kindern als Einheit des Haushalts. (2) In den Rechtswiss.:…

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Ganglienzellen

(= G.) [engl. ganglion cells; gr. γάγγλιον (gagglion) das Knötchen], syn. Neurozyten, Neurone, Nervenzellen, [BIO], die syn. Namensgebung (G. und Ganglion) rührt daher, dass in den neben dem ZNS (Nerv…

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Ganglion

(= G.) [engl. ganglion; gr. γάγγλιον (gagglion) das Knötchen], [BIO], Nervenknoten, bei Mensch und mehrzelligen Tieren eine Anhäufung von Nervenzellen, die auch den Namen Ganglienzellen tragen (Nerv).…

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Gehirn

(= G.) [engl. brain; lat. cerebrum, gr. ἐγκέφαλον (enkephalon)], [BIO], bei Wirbeltieren und Mensch der innerhalb der Schädelkapsel gelegene Teil des Nervensystems. Während die Nerven vornehmlich zur…

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Geschmacksknospen

(= G.) [engl. taste buds], [BIO, WA], als G. werden die Nervenendigungen der Geschmacksnerven (Geschmack) bez., die sich vornehmlich an Zungenrand, -wurzel und Weichgaumen befinden. Sie liegen in den…

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Geschmacksnerven

[engl. taste nerves], [BIO, WA], sind nachgeschaltete afferente Fasern von Hirnnerven (Gehirn, Nerv, Nervensystem) und dienen der Weiterleitung der Erregung aus den Geschmackssinneszellen (Geschmack)…

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Geschmackszentren

[engl. taste center], [BIO, WA], Endpunkt der afferenten Geschmacksbahnen im lateralen Bereich des Gyrus postcentralis der Großhirnrinde in der Nähe der somato-sensorischen Repräsentation der Zunge (G…

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Handlungsbereitschaft

(= H.) [engl. preparedness/readiness to act], [EM, KOG, PER], bez. ausgehend von der Ethologie die momentane Bereitschaft eines Individuums, auf einen Reiz hin eine best. Verhaltensweise (Verhalten,…

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Hippocampus

(= H.) [engl. hippocampus; lat. Seepferdchen], syn. Ammonshorn, [BIO], Teil des Gehirns (Gehirn), der sich von der Innenseite des Schläfenlappens bis in das Unterhorn des Seitenventrikels erstreckt.…

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Humanethologie

(= H.) [engl. human ethology], [EW, KOG, PER], ist ein Teilgebiet der Verhaltensforschung, Ethologie, das sich im Unterschied zur Ps. vornehmlich mit solchen menschlichen Verhaltensweisen befasst, die…

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Hypophyse

(= H.) [engl. hypophysis; gr. ὑπό (hypo) unter, φύσις (physis) Natur, Wuchs], [BIO], Glandula pituitaria, Hirnanhangsdrüse, die etwa bohnengroße endokrine Drüse an der Hirnbasis in der sog.…

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Imponiergehabe, -gebaren

(= I.), [KOG, SOZ], auch Imponierverhalten [engl. imposing behavior, overawing], Ausdrucksbewegung mit Signalfunktion. Als I. wird in der Verhaltensforschung ein (meist angeb.) Droh- und Lockverhalten…

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Instinkt

(= I.) [engl. instinct; lat. instiguere anstacheln, antreiben], [KOG, PER], Bez. für die bis in die Antike reichende Annahme eines angeborenen Verhaltens bzw. einer grundlegenden Steuerung (endogene…

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Instinkt-Dressur-Verschränkung

(= I.) [engl. instinct dressage entanglement], [KOG], (biol.), bezieht sich auf Verhaltensweisen (Verhalten), bei denen angeborene und erworbene Anteile zus.wirken. Wie starr die einzelnen…

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Intensionsbewegung

(= I.) [engl. intentional motion/movement], [KOG], (biol.) Verhaltensweisen, die infolge geringer Handlungsbereitschaft nur in sehr geringer Intensität auftreten und zumeist nur von erfahrenen…

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Kampfverhalten

(= K.) [engl. fight behavior], [KOG], (biol.) aggressive Verhaltensweisen (Verhalten), die auf das Bedrohen, Unterwerfen, Vertreiben oder Töten eines Gegners gerichtet sind. Zu unterscheiden sind:…

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Kindchenschema

(= K.) [engl. baby (face) schema], [KOG], die bei Menschen und bei vielen höheren Tierarten vorkommenden kindlichen Körper- und Gesichtsproportionen sowie auch Verhaltensmerkmale des kindlichen…

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Kommentkampf

(= K.) [engl. comment fight; lat. commentus erdichtet, erdacht], [KOG], ein ritualisierter Kampf ohne ernsthafte Beschädigung des Gegners. Gehört in den Funktionskreis des agonistischen Verhaltens (ag…

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Kommunikation, tierische

(= t. K.) [engl. animal communication], [KOG, SOZ], auch im Tierreich die wichtigste Form sozialer Interaktion und Verständigung zw. den Einzelindividuen und Voraussetzung der Koordination aller…

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laterale Hemmung, laterale Inhibition

(= l.H.) [engl. lateral inhibition; lat. inhibere hemmen], [BIO, WA], bez. ein Prinzip der nervösen Informationsverarbeitung der Sinnessysteme, das vorwiegend der Kontrast-Bildung dient (benachbarte H…

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Lautäußerung, tierische

[engl. animal sound expression], [KOG, SOZ], dient vorwiegend innerartlicher und/oder zw.artlicher Kommunikation. Wichtig als Warn-(Droh-)Laute, bei der Paar- und Gruppenbildung, der Brutpflege, dem K…

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Leerlaufhandlung

(= L.) [engl. idle action], [KOG], (biol.) Ablaufen einer normalerweise sinnvollen Instinkthandlung «im Leerlauf» bei extremer Erniedrigung der Reizschwelle. D. h. die Erbkoordinationen

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Lokalisation

(= L.) [engl. localization; lat. locus Ort], [BIO, WA], ein Problemkreis der Gehirnpathologie und Neuropsychologie mit der Frage nach dem Ort psych. und sensorisch-motorischer Funktionen in der…

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Mimikry

[engl. Nachahmung; gr. μίμησις (mimesis) Nachahmung], [BIO, KOG], (biol.), angeb. Form der Tarnung durch Nachahmung von Körper- und/oder Verhaltensmerkmalen (über Selektion entstanden), die zum…

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Nervensystem

(NS) [engl. nervous system], [BIO], die Gesamtheit der reizleitenden und reizverarbeitenden Organe der vielzelligen Tiere und des Menschen. Zum NS gehören also nicht nur die Neurone als morphologische…

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Neuralgie, neuralgischer Schmerz

(= N.) [engl. neuralgic pain; gr. νεῦρον (neuron), ἄλγος (algos) Schmerz], [BIO, GES], durch pathophysiologische Impulsbildung an nozizeptiven Fasern (nicht an den Nozizeptoren) entstehende Schmerzen.…

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Neuritis

[engl. neuritis; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [BIO, GES], Nervenentzündung (Nerv), z. T. entzündlicher, z. T. degenerativer Art. Kennzeichnende lokale Sensibilitätsstörungen und motorische Störungen (Mo…

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Neuropathie

(= N.) [engl. neuropathy; gr. νεῦρον (neuron) Nerv, πάθος (pathos) Leiden(schaft), Krankheit],  [BIO, GES], (1) ein Sammelbegriff für versch. Erkrankungen des peripheren NS (Nervensystem).…

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Neurophysiologie

(= N.) [engl. neurophysiology], [BIO], ist sowohl ein Teilgebiet der Physiologie, der Neurologie und der Tierphysiologie als auch der jüngeren Disziplin Neurowissenschaft. Sie befasst sich mit der…

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Notfallreaktion

[engl. emergency response], [BIO], Teil der physiol. Alarmreaktion des Körpers bei Stress. Unter dem Begriff N. (Cannon, 1928) werden die Reaktionen der Effektororgane zus.gefasst, die in…

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Orientierungsreaktion

(= O.) [engl. orientation reaction], [KOG], das sowohl auf physiol. wie auch auf Verhaltensebene komplexe Reaktionsmuster, das ein Organismus auf neue, unerwartete Umweltreize zeigt und das einen…

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Periodik, Periodizität

(= P.) [engl. periodicity; gr. περίοδος (periodos) Herumgehen, Umlauf], [BIO], das Auftreten einer Erscheinung in Perioden. Allg. werden unterschieden: Jahresp. (Jahresrhythmus), Monatsp. (auch…

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Pheromone

(= P.) [engl. pheromones; gr. φέρειν (pherein) tragen, ὁρμᾶν (horman) antreiben, erregen], [BIO], Ektohormone (Hormone). Wirkstoffe, die gerochen oder geschmeckt werden. Sie dienen der biochem.…

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Physiologische Psychologie

(= Physiol. Ps.) [engl. physiological psychology; gr. φύσις (physis) Natur, λόγος (logos) Wort, Lehre], [BIO], die Wiss. von den physiol.-psychol. Interaktionen im lebenden Organismus, von den…

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Pneumoenzephalografie

(= P.) [engl. pneumoencephalography; gr. πνεῦμα (pneuma) Wind, Luft, ἐν (en) in, κέφαλη (kephale) Kopf, γράφειν (graphein) schreiben], [BIO, DIA], ein Untersuchungsverfahren zur neurologischen…

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Pneumograph

[engl. pneumograph; gr. πνεῦμα (pneuma) Wind, Luft, γράφειν (graphein) schreiben], [BIO, DIA], auch Pneumotachograf. Atemschreiber, ein dünnwandiger, luftgefüllter Gummischlauch, der an der Brustwand…

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Polyneuritis

[engl. polyneurits; gr. πολύς (polys) mehrere, νεῦρον (neuron) Nerv], [BIO, GES], Polyneuropathie. Allg. Bez. für Entzündung mehrerer oder aller peripherer Nerven, früher auch (falsche) Bez. für nicht…

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Projektion

(= P.) [engl. projection; lat. proicere nach vorne werfen], [KLI], das Hinausverlegen (Rückverlegen) von Innenvorgängen nach außen – etwa bei den Empfindungen oder dem Erleben subj. Qualitäten als…

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Projektionsfelder, Projektionsareale

[engl. projection areas; lat. proicere nach vorne werfen], [BIO], Rindenfelder auf den beiden Hirnrindenhemisphären (Gehirn; a. Abb. dort) des Menschen, auf die die Botschaften aus der Körperposition…

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psychogalvanische Reaktion (PGR)

[engl. GSR galvanic skin response, EDR electro dermatic reaction; gr. ψυχή (psyche) Seele, Hauchauch, frz. galvanique mit Gleichstrom behandelt], syn. GHR galvanische Hautreaktion, heute: EDA (elektro…

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psychophysiologische Methodik

[engl. psychophysiological methods], [BIO, DIA, WA], die Wahl psychophysiol. Untersuchungsmethoden ist von der Blickrichtung bestimmt: Sind in einer Untersuchung die psychol. oder die physiol. Maße…

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Pyramidenbahn

(= P.) [engl. pyramidal tract; lat. tractus corticospinalis], [BIO], mächtiges paariges Faserbündel, das beim Menschen bes. kräftig entwickelt ist. Es stellt als kortikospinale Bahn die direkte…

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Reflex

(= R.) [engl. reflex; lat. reflexus das Zurückbeugen, aus re- zurück, flectere beugen], (allg.) das Zurückwerfen z. B. von Licht, Schall usw. (Reflexion).

[BIO], Eine auf einen best. Reiz hin bei…

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Reflexbogen

(= R.) [engl. reflex arc/circuit], [BIO, KOG], das Schema der anatomischen Grundlage des Reflexes, d. h. die sensorischen neuronalen und effektorischen Stationen, die beim Ablauf eines Reflexes…

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Reflexhemmung

[engl. reflex inhibition], [KOG], die willentliche Unterdrückung des Ablaufs einer Reflexbewegung (z. B. des Hustens), auch die (nicht willkürliche) Abschwächung der Reflexe durch Einflüsse aus dem…

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Reiz

(= R.) [engl./lat. stimulus], Stimulus, [BIO, WA], in der Ps. die äußere oder innere Einwirkung, die über Rezeptoren auf einen Organismus einwirken kann. Die Reaktionsfähigkeit des Organismus heißt…

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rezeptive Felder

(= r. F.) [engl. receptive fields; lat. recipere aufnehmen], [BIO, WA], der sensorische Bereich aller jener Punkte (z. B. der Retina (Auge) oder der Körperperipherie), von denen aus ein…

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Rezeptor

(= R.) [engl. receptor; lat. recipere aufnehmen], [BIO, WA], Empfänger, Empfangsorgan, vielfach gleichbedeutend mit Sinnesorgan; während Sinne auch als Aufnahmeorgane entspr. den subj. erlebbaren Sinn…

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Ritualisierung

(= R.) [engl. ritualization; lat. ritualis den religiösen Brauch betreffend], auch Ritualisation (Formalisierung einer Instinkthandlung), [KOG], bez.(nach A. Huxley 1914) jede Veränderung einer…

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Rückenmark

(= R.) [engl. spinal cord, medulla; lat. medulla spinalis], [BIO], der innerhalb des R.kanals der Wirbelsäule liegende, das verlängerte Mark fortsetzende Teil des ZNS (Nervensystem). Das R. stellt…

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Schlaf

(= S.) [engl. sleep], [BIO], ein gewöhnlich periodisch auftretender, der Erholung dienender Zustand der Ruhe und des Sich-Abschließens von der Umwelt unter Herabsetzung oder Aufhebung des…

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Schlaftiefe, Schlaftiefenmessung

(= S.) [engl. depth of sleep], [BIO], die S. (Schlaf) wird üblicherweise durch Messung der Weckschwelle bestimmt. Sie wird operational definiert auf der Basis des Widerstandes, den der Organismus

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sensomotorisch, Sensomotorik

[engl. sensomotoric, sensorimotorics; lat. sensus Empfindung, movere bewegen], [BIO, EW], Bez. für Nervenprozesse, bei denen sowohl sensorische wie motorische Fasern in Tätigkeit sind, so wie für die…

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Signale

(= S.) [engl. signals; lat. signum Zeichen], (biol.), [KOG, SOZ], alle Reize bzw. Reizmuster, die der Verständigung zw. sozialen Partnern dienen, d. h. im Dienste der inner- und/oder zwischenartlichen…

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Sinne

(= S.) [engl. senses], [BIO, WA], Sinnesorgane, dienen dem Organismus zur Aufnahme verschiedenartigster Reize und vermitteln dem zentralen Nervensystem die vielfältigen Informationen über das innere…

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Sinnesphysiologie

[BIO, WA], die Lehre von den mit den Wahrnehmungsprozessen (Wahrnehmung) verknüpften physiologischen Vorgängen in den Sinnesorganen (Sinne, Sinnesorgan, Rezeptor) und den fortleitenden afferenten…

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Sinnespsychologie

(= S.) [engl. sensory psychology], [BIO, WA], der Teil der Ps., der sich mit den psychischen Erscheinungen im Bereich der Sinne befasst. Young, Purkinje, Joh. Volkmann gelten als die Begründer der S.…

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Sozialverhalten

(= S.) [engl. social behavior], [KOG, SOZ], der Begriff umfasst alle Verhaltensweisen von Menschen und Tieren, die sich auf Reaktionen und/oder Aktionen anderer Gruppenmitglieder beziehen. Es wird…

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Stimmungsübertragung

(= S.) [engl. mood transfer], [EM, KOG], (biol.) Übertragung bzw. Auslösung einer Handlungsbereitschaft durch «ansteckende» Verhaltensäußerungen. So kann durch Verhaltensäußerungen einzelner Tiere das…

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Territorialverhalten

(= T.), [KOG], Revierverhalten, Territorialität. Aggressive (Aggression) verteidigende Verhaltensweisen, die darauf gerichtet sind, ein eigenes Territorium gegen andere Tiere der gleichen Art zu…

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Totstellverhalten

[KOG], syn. Totstellreflex [engl. play-dead reflex], (biol.) angeborene Täuschungsreaktion (Täuschungsverhalten) bei drohender Feindgefahr. Viele Jungtiere – vorwiegend nestflüchtender Vögel und…

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Tötungshemmung

(= T.) [engl. killing inhibition], [KOG], (biol.) angeborene Verhaltensweise, die das Töten von Artgenossen verhindern kann. Bei Wölfen z. B. zeigt der in einem Kampf Unterlegene eine…

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Traum, träumen

(= T.) [engl. dream, dreaming], [BIO, KLI, KOG], neben Bedeutungen wie Grenzzustand des Bewusstseins, das Unwirkliche, die Lieblingsvorstellung, das Wunderschöne, bez. T. (in psychol. Sicht) das im Sc…

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Übersprung, Übersprungshandlung

(= Ü.), syn. Übersprungbewegung [engl. displacement activity], [KOG], in Konfliktsituationen auftretende irrelevante Handlung, die keinem der einander widerstreitenden Stimmungen oder…

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Verhaltensphysiologie

(= V.) [engl. behavioral physiology], [KOG, BIO], Teilgebiet der Verhaltensforschung oder Ethologie (neben z. B. Verhaltensmorphologie, kybernetische V.). Eng verbunden mit den grundlegenden Arbeiten…

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Verlegenheitsgebärde

[KOG], (biol.) ein Epiphänomen der Erregung, das mit keiner anderen Funktion belastet ist. Sie eignet sich besonders gut für die Umbildung in Signale durch Ritualisierung und wird zumeist unter den…

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Verleiten

[KOG], Verhaltensäußerungen, die der Irreführung eines Raubfeindes dienen. Viele bodenbrütende oder junge pflegende Vögel versuchen den Menschen oder andere Bodenfeinde vom Nest wegzulocken…

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Wernicke-Geschwind-Modell

[engl. Wernicke–Geschwind model], nach Carl Wernicke (1848–1905), Norman Geschwind (1826–1984)], [BIO], einflussreichste Theorie über die kortikale Lokalisation der Sprache, die auf den von Broca und…

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Wernicke'sches Zentrum

(= W.) [engl. Wernicke's area(s)], nach Carl Wernicke (1848−1905), [BIO, KOG], sensorische Sprachregion, posteriores Sprachzentrum, Area 22, Hirnrindenbereich der dominanten (meist linken) Hirnhälfte,…

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Wirkungsgefüge

[engl. cause-effect arrangement/diagram], [KOG], Funktionsschaltbild für das Zusammenwirken von versch. Faktoren, Teilakten oder Reaktionen in einem Gesamtzusammenhang wie z. B. der Steuerung der…

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funktionelle Störungen

(= f. S.) [engl. functional disorders], [KLI], Sammelbegriff für meist flüchtige S. des integrativ verflochtenen psychophysiol. Gesamtsystems (Psychophysiologie) ohne erkennbaren Befund im organischen…

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periodische Beinbewegungen

[engl. periodic leg movement (PLM); gr. περίοδος (periodos) Herumgehen, Umlauf], [KLI], während des Schlafes (mit zunehmendem Alter vermehrt) auftretende Beinbewegungen, die den erholsamen Schlaf…

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stereotaktische Hirneingriffe

(= s. H.) [engl. stereotactic surgery; gr. στερεός (stereos) fest, τάξις (taxis) Ordnung], [BIO, KLI], neurochirurgische Verfahren, bei denen nach vorausgegangener Lokalisation der Operationsstelle…

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Anspannung

(= A.) [engl. tension], [BIO, KOG], (1) Vorgang der Aktivation von Kräften z. B. zum Zweck der Leistungssteigerung; (2) daraus resultierender Zustand erhöhter Leistungs- bzw. Einsatzbereitschaft.…

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Formatio reticularis

(= F. r.) [lat.] «netzförmiges Gebilde», syn. Retikulärformation, [BIO], netzförmiger, den Hirnstamm (Gehirn; s. Abb. dort) durchziehender Teil des Zentralnervensystems; ist wichtige Station des…

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Schlaf, Erholungstheorie

[engl. restoration theory of sleep], [BIO, GES], die älteste «restitutive» Schlaftheorie (Schlaf; = S.) geht auf den gr. Arzt Alkmaenon (um 520 v. Chr.) zurück und ist bis zur Gegenwart modernisiert…

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Limbisches System

(LS) [engl. limbic system; lat. limbus Saum], [BIO], Grenzsystem zu den beiden großen, blasenförmigen Ausstülpungen des Neokortex (Gehirn). Es besteht aus zwei ineinander gelagerten, ringartig…

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Nerv

(= N.) [engl. nerve; lat. nervus, gr. νεῦρον (neuron)], [PHA], strangartiges Gebilde zur Reiz- und Impulsleitung bei höheren Organismen. N. bez. ein Bündel von mehr oder weniger Hunderten oder Tsd.…

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Neuron

(= N.) [engl. neuron; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [PHA], syn. Nervenzelle, Ganglienzelle; die aus einer Nervenzelle und ihren Fortsätzen bestehende funktionelle, zellige Einheit des Nervensystems. N.…

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Psychoneuroimmunologie

(= P.) [engl. psychoneuroimmunology; gr. ψυχή (psyche) Seele, gr. νεῦρον (neuron) Nerv, lat. immunis frei, unberührt, gr. λόγος (logos) Lehre], [BIO], dieser noch relativ junge interdisziplinäre…

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Synapse

(= S.) [engl. synapse; gr. σύν (syn) zus., ἅπτειν (haptein) berühren, fassen], [BIO], Verbindungsstelle zur Erregungsübertragung von einem Neuron auf ein anderes oder auf ein Organ (z. B. Muskel). Der…

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Hebb’sche Synapse

[BIO, KOG], benannt nach Donald O. Hebb (1904–1985), im Ggs. zu anderen Neuronen haben Hebbsche Synapsen die Eigenschaft, bei simultaner Erregung ihre Verbindung zueinander zu verstärken. Wird ein Ne…

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Erbkoordination

(= E.) [engl. fixed action pattern], [BIO, KOG], Instinktbewegung; angeb. und ohne jede Erfahrung und Übung vollst. und offenbar automatisch ablaufende, weitgehend formstarre, leicht wiedererkennbare…

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Schlafregulation, Schlafsteuerung

[BIO], für die Steuerung der Schlafprozesse (Schlaf) sind nach derzeitigem Wissensstand eine ganze Reihe von versch. Hirnarealen (Gehirn) verantwortlich. Sie liegen v. a. in der Formatio reticularis,…

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Schlafphasen

[engl. sleep phases], [BIO], bez. den Wechsel von Non-REM-Schlaf (orthodoxer Schlaf) mit seinen vier Schlafstadien mit Tiefschlaf (SWS), und dem Traum- oder REM-Schlaf.

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Neurowissenschaften, Kognitive

[engl. cognitive neuroscience], [BIO, KOG],  interdisziplinärer Ansatz, der das Ziel hat, menschliche Kognition durch die Verbindung von Informationen vom Verhalten einerseits und von den Gehirnfunkti…

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Holzwegeffekt

[engl. garden path effekt], [KOG], Satz-Verarbeitungproblem bei Ambiguität. Es wird gern an dem aus der Psycholinguistik stammenden folg. Satz verdeutlicht. «The horse raced past the barn fell» . Hier…

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Cross-Talk

[engl.] Übersprechen, [KOG], Anwendung einer aufgabenspezif. kogn. Operation (Kognition) auf Repräsentationen einer anderen, in zeitlicher Überschneidung durchzuführenden Aufgabe. Führt zu…

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