Prof. Dr. Rudolf Johannes Wilhelm Bergius

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Marbe-Effekt

[engl. Marbe effect], nach Marbe, Karl, [KOG], es besteht eine logarithmische Beziehung zw. den Reaktionszeiten beim freien Assoziieren durch einen Pbn und der Häufigkeit des Auftretens der entspr.…

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Probetechnik

(= P.) [engl. testing technique], [KOG], Reproduktionsverfahren (Gedächtnismethoden) in der Prüfphase eines Reihenlernversuchs (Lernen, serielles), bei dem die Reproduktion von nur einem Reihenglied…

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Privatheit

(= P.) [engl. privacy; lat. privatus gesondert, persönlich], [DIA, PER], im Zusammenhang mit dem Datenschutz und mit der Persönlichkeitsdiagnostik ist P. ein Problem der Ps. und der Ökologie geworden.…

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Gefangenendilemma-Spiel

(= G.) [engl. prisoner-dilemma-game], [SOZ], Häftlingsdilemmaspiel, eine Unterform der Zwei-Personen-Rivalitätsspiele (Theorie der Spiele). Ohne Kenntnis der Entscheidung des Mitspielers kann sich der…

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Primärfunktion

[engl. primary function; lat. primus der erste], [EM, PER, WA], syn. Primärprozess, nach Gross (1902) die Empfindungen und Wahrnehmungen, d. h. die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Reizwirkungen…

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primäre Antriebe

[engl. primary drives; lat. primus der erste], [EM], im Ggs. zu den sekundären, erworbenen Antrieben die erblich gegebenen Energiequellen für z. T. ungelernte, aber durch Erfahrung überformte, z. T.…

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Postremitätsprinzip

(= P.) [engl. postremity principle; lat. postremo zuletzt], [KOG], ein von Voeks (1950) formuliertes Prinzip, wonach ein Reiz, der zwei oder mehr unvereinbare (inkompatible) Responses begleitet hat…

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Pause

(= P.), [AO], i. S. von Arbeitspause [engl. break (from work)], das Intervall zw. Perioden von Tätigkeiten, das absichtlich oder unabsichtlich wegen Ermüdung, Sättigung oder Monotonie eingeschoben…

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Motivation

(= M.) [engl. motivation; lat. movere bewegen], [EM], der Terminus M. wird für Prozesse benutzt, die das Setzen und Bewerten von Zielen betreffen. Motivationale Prozesse dominieren in der…

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Methode

(= M.) [engl. method;  gr. μετά (meta) über-, nachgeordnet, όδος (hodos) Weg], [FSE, PHI], mit einer M. werden versch. Ziele verfolgt, die entweder dem Erkenntnisgewinn (Forschungsm.) oder spez.…

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metathetisches Kontinuum

[engl. metathetic continuum; gr. μετάθεσις (metathesis) Umstellung, lat. continuum Zusammenhängendes], [WA], Begriff aus der Psychophysik; von Stevens (1935) bekannte Skala, auf der die ebenmerklichen…

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Massenpsychologie

(= M.) [engl. mass psychology], [SOZ], Forschungsbereich der Sozialps. über die ökologischen und psychol. Entstehungsbedingungen für Massen, das Verhalten des Einzelnen in Massen und über die Massen…

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Masse

(= M.) [engl. mass], [SOZ], Bez. für die Menschenmenge, in der das Verhalten der Einzelnen eine hohe Gemeinsamkeit der Willensantriebe (Wille, Antrieb) und Gefühle zeigt. Außerdem Oberbegriff für…

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psychohydraulisches Energiemodell

[engl. psychohydraulic (energy) model; gr. ὕδωρ (hydor) Wasser, αὐλός (aulos) Rohr], [KOG], Zusammenfassung der doppelten Quantifizierung des Verhaltens in einem Modell durch K. Lorenz (1950). Es…

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Machtstreben, Machttrieb

(= M.) [engl. striving for powerpower drive], auch Dominanz-/Dominationsstreben, [EM, SOZ], die nach Nietzsche als «Wille zur Macht» eingehend analysierte Tendenz, die überwiegend auf «Anblick des…

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LPC-Score

Abk. für least-preferred co-worker score [engl. Wert des am wenigsten gemochten/bevorzugten Mitarbeiters], [AO], Fiedler, 1954; Beschreibung des am wenigsten bevorzugten Mitarbeiters auf 16–25…

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Linsen-Analogie

[SOZ, WA], ein von Brunswik (1952) gebrauchtes Bild für die stabilisierte Verbindung zw. fokalen Variablen (wie z. B. dem physikal. Gegenstand und dem wahrgenommenen (Wahrnehmung) ps. Gegenstand), d.…

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Lerntheorien

(= L.) [engl. learning theories], [KOG], komplexe zus.hängende Aussagen über Voraussetzungen, Bedingungen und Prozesse der Änderung von Verhaltensbereitschaften aus Erfahrung (Lernen). Die einzelnen…

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Lernregeln, behavioristische

[engl. learning rules], [KOG, PÄD], Anweisungen für das Übungs- und Lernverhalten (Lernen), die aus den empir. Lerngesetzen abgeleitet sind. Zu ihnen gehören u. a. das empir. Gesetz des Erfolgs: Es…

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Lernmaße

[engl. measures of learning achievement], [KOG], die den Lernerfolg quantifizierenden Größen, die auf versch. Weisen gewonnen werden: (1) In der Erinnerungsmethode durch die Zahl der Lerndurchgänge (t…

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Leistungsmotivation

(= L.) [engl. achievement motivation], [EM, PÄD], wenn der Ausdruck nicht syn. mit Leistungsmotiv benutzt wird, bezeichnet er die Gesamtheit der Determinanten des leistungsmotivierten Verhaltens. In…

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lautes Denken

(= l. D.) [engl. think aloud], [KOG], von Claparède, Duncker u. a. verwendetes Verfahren zur Analyse von Problemlöseprozessen. Im Ggs. zur Selbstbeobachtung (der in der Würzburger Schule bevorzugten…

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Langeweile

(= L.) [engl. boredom], [AO, EM], eine innere, in der Person liegende «Reizarmut», die insbes. mit geringer Erlebnisfähigkeit und Erlebnistiefe einhergeht und auf den Menschen als «Leere seines…

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Kurzzeitgedächtnis

[engl. short-term memory], Gedächtnis, Behaltensspanne, Entwicklung der, Aufmerksamkeitsumfang, unmittelbares Behalten.

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Kontingenz-Modell der Gruppeneffektivität

[engl. Fiedler's contingency model of  group effectiveness; lat. contingere benachbart sein, berühren], [AO, SOZ], nach Fiedler (1967) ein Schema für die optimale Beziehung zw. (1) Führungsmerkmalen…

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System, soziales

(= s.S.) [engl. social system], [SOZ], das allgemeinste und fundamentale Merkmal eines Systems ist die wechselseitige Abhängigkeit (Interdependenz) von Teilen oder Variablen (Parsons & Shils, 1951).…

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Verlernen

(= V.) [engl. unlearn], [KOG], die Wirkung (Prozess und Endzustand) jeder Maßnahme, durch die früheres Lernen rückgängig gemacht werden soll, wie z. B. der negativen Übung, der paradoxen Intention

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Empfindung

(= E.) [engl. sensation], [EM, WA], in der Vergangenheit wurde die Unterscheidung zw. E. und Wahrnehmung teils kontrovers diskutiert. In der heutigen biol. und med. Forschung wird E. jedoch zumeist…

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Gegenkonditionieren

(= G.) [engl. anti-conditioning], [KLI], eine Technik in der Verhaltenstherapie, die auf die Theorie der Gegenreaktion nach E. R. Guthrie und W. K. Estes gegründet ist, nach der bei der Auslöschung

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Zustimmungsbereich

[engl. latitude of acceptance], [KOG, SOZ], Annahmebereich, von Sherif und Hovland (1961) eingeführte Bez. für den Bereich auf einer Einstellungsskala, der für den Befragten noch annehmbare Aussagen…

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Wahrscheinlichkeitslernen

[engl. probability learning], [KOG], ein Lerntyp (Lernen), der in der Stimulus-Sampling-Theorie von Estes (SST) eine Rolle spielt: Aus einem vorgegebenen Satz von Reaktionen (responses) hat die Vp…

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verzögerte Verstärkung

(= v.V.) [engl. delayed reinforcement], [KOG], zw. einer Reaktion und dem zur Verstärkung gebotenen Ereignis tritt ein Zeitintervall. Dabei werden die Wirkungen auf das Lernen (Erwerb einer…

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Verhaltenssysteme

(= V.) [engl. behavior systems; gr. σύστημα (systema) das Gebilde, Verbundene], [KOG], in der Ethologie verwendete Bez. für den Zusammenschluss von (z. T.) artspezif. Verhaltensmustern im Dienste…

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Verfügbarkeit

(= V.) [engl. availability], [KOG], Reproduzierbarkeit, für den erfolgreichen Abruf von Gedächtnisinhalten und beim Besinnen mit Hinweisreizen (cue) als wichtiges Merkmal der Gedächtnisinhalte. V.…

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Umzentrieren

(= U.) [engl. recentering], [KOG], Schwerpunktverlagerung, von Wertheimer (1920) eingeführte Bez. für «Strukturoperationen von größter Bedeutung», die er an Lösungen von räumlichen, math., logischen…

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Umlernversuche, experimentelle

[engl. experimental relearning trials], [KOG], Entscheidungsexp. zur Erklärung der Begriffsbildung nach der Stimulus-Response-Theorie (S-R-Theorie) oder Mediationstheorie (Vermittlungstheorie). Eine…

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TOTE-Einheit

[KOG], Abk. aus test – operate – test – exit [engl. prüfen – handeln – prüfen – beenden] , analog VVR-Einheit, Abk. aus VeränderungVergleichRückkopplung, von Miller et al. (1960) vorgeschlagene…

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Konstruktionshypothese

[engl. construction hypothesis; lat. construere gestalten, herstellen], [KOG], zuerst von Bartlett, 1932 begründete, später von Bransford u. a. ausgebaute Erklärung des Behaltens von Texten: Nur…

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Synergie

[engl. synergy; gr. σύν (syn) mit, gemeinsam, ἔργον (ergon) Werk, Tätigkeit], syn. Synergetik, [SOZ], allg. das Mitwirken, Zusammenwirken versch. Kräfte, Faktoren, Organe zu einer Gesamtleistung; z.…

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Stereotyp, stereotyp

(= S.) [engl. stereotype, stereotypical; gr. στερεός (stereos) fest, τύπος (typos) Form], [KOG, SOZ], Bez. für Abläufe (motorisch, kognitiv, sprachlich), die starr und wie «festgefahren» erscheinen. S…

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Soziologie

(= S.) [engl. sociology; lat. socius gemeinsam, gr. λόγος (logos) Wort, Lehre], [SOZ], die Gesellschaftswissenschaft, Beschreibung und Theorie der soz. Gebilde und des kollektiven Verhaltens. Wenn nur…

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soziale Prozesse, Theorie

(= s.P.) [engl. social processes], [KOG, SOZ], Theorie der s.P.; nach Homans (1961) sind die grundlegenden s.P., aus denen erst die Strukturen und Systeme der Soziologie hervorgehen, Austauschp.: Das…

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soziale Interaktion

(= soz. I.) [engl. social interaction; lat. inter zwischen, agere handeln], [SOZ], die Vorgänge der gegenseitigen Beeinflussung zw. einzelnen Personen und soz. Gruppen (sozialer Einfluss) sowie die…

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Selbstbild

(= S.) [engl. self-image], [PER, SOZ], Selbstkonzept, die Kognitionen und Gefühle, die man sich selbst gegenüber hat. Selbst. Das S. entsteht sowohl durch die Selbstbeobachtung der eigenen Erlebnisse…

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Selbstaufmerksamkeit

(= S.) [engl. self-attention], [PER, SOZ], auf das Selbst gerichtete Aufmerksamkeit. Ausgehend von Meads Auffassung über die Entstehung des Selbstkonzepts und auch von Bems Theorie der Selbstwahrnehmu…

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sekundärer Verstärker

(= s.V.) [engl. secondary reinforcer; lat. secundus der zweite/folgende], [KOG], nach Hull ein Reiz, der wiederholt gleichzeitig mit einem Verstärker anwesend ist und dadurch dessen Eigenschaft,…

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Reminiszenz

(= R.) [engl. reminiscence; lat. reminiscere sich besinnen], [KOG], Erinnerung, Wiedererinnern. Bez. für den Lernerfolgsanstieg (bei einer teilweise erlernten Aufgabe, Lernerfolg), der auf eine…

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recodieren

(= r.) [engl. recode neu verschlüsseln], syn. rekodieren, [KOG], semantische Codierung (Code, semantisches Gedächtnis) des im Kurzzeitgedächtnis gespeicherten Inhalts; gemäß der…

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Rangordnung, soziale

(= s.R.) [engl. social hierarchy/rank order], [SOZ], (1) durch Binnengliederung von Gruppen entstehende hierarchische Ordnung der Positionen, denen (dadurch) ein Ort entlang eines Status-Kontinuums…

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autochthone Dynamik

(= a. D.) [engl. autochthonous dynamic; gr. αὐτός (autos) selbst, χθών (chthon) Erde, ursprünglich], [EM, KOG], die «selbst-entstandenen» Organisationstendenzen, die nach gestaltpsychol. Auffassung…

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Dreieck-Hypothese

[engl. triangle hypothesis], [SOZ], von Kelley & Stahelski (1970) vorgeschlagene Hypothese, die postuliert, dass Personen, die an versch. Enden eines Kooperations-Wettstreit-Kontinuums (Kooperation)…

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divergentes Denken

[engl. divergent thinking; lat. divergere auseinanderstreben], [KOG, PER], deduktive Produktion von Lösungsvorschlägen für Probleme (Problemlösen). Von Guilford postulierte Operation des Denkens, die…

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Distanz, soziale

(= soz. D.) [engl. social distance; lat. distare entfernt sein], [PER, SOZ], der Grad von Nähe oder Ferne im soz. Raum. Zudem kann als soz. D. der Grad der Intimität bez. werden, den eine Person mit…

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Detektion

(= D.) [engl. detection; lat. detegere aufdecken, enthüllen], [BIO, KOG, WA], in der Psychophysiologie und Wahrnehmungsps. die Anwesenheit eines Reizes (Reiz) bemerken oder feststellen, dass ein…

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Deprivation

(= D.) [engl. deprivation; lat. deprivare berauben], [KOG, SOZ], Entzug oder Vorenthalten von bedürfnisbefriedigenden Objekten oder Reizen. V. a. beobachtet wird die D. als «soziale D.» bzw. als…

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Datenschutz

(= D.) [engl. data security/privacy], [DIA], insbes. durch die moderne Datenverarbeitung notwendig gewordene Maßnahme zum Schutz von Personen und Gruppen vor dem unbefugten Zugriff zu personbezogenen…

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Bunsen-Roscoe’sches Gesetz

[engl. Bunsen-Roscoe law], [WA], auch Reziprozitätsgesetz der Photochemie, das die Beobachtung erklärt, gemäß der die Unterschiedsschwelle für kleine Reizdauern (unter 50 ms) auch von der Reizdauer…

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Belohnungsaufschub, Befriedigungsaufschub

(= B.) [engl. delay of gratification/reward], [EM, KOG], was in der älteren Ps. und Pädagogik als innere Willenshaltung oder Willensstärke ein wichtiges Erziehungsziel war, ist bes. seit 1965 von Band…

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behavior setting

(= b.) [engl. behavior Verhalten, setting Ausstattung, Milieu], [KOG], von Barker & Wright (1971) eingeführte Bez. für «natürliche», d. h. nicht «künstlich» für die Forschung hergestellte oder…

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Begriffsarten

[engl. types of concepts/terms], [PHI], nach Carnap gibt es drei Arten: (1) klassifikatorische Begriffe (dienen zur Einteilung von Objekten in zwei oder mehrere Klassen), (2) komparative Begriffe

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Begriff

(= B.) [engl. term, concept], [KOG, PHI], eine durch das Denken gewonnene, umgrenzte Allgemeinvorstellung, in der eine Summe von Einzelvorstellungen zus.gefasst ist. Nach Kant entspringt der…

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availability

(= a.) [engl.] Verfügbarkeit, [KOG], in der Gedächtnisps. und Psycholinguistik wird zw. a., d. h. dem Vorhandensein eines Items im Speicher, ohne dass es auch abrufbar ist, und der accessibility oder…

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Feldstudie, Feldforschung

(= F.) [engl. field study/trial/research], [FSE], Oberbegriff für psychol. und soziologische Untersuchungen unter «wirklichen Lebensbedingungen» (Lewin) oder im Lebensraum. Im Unterschied zum…

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Auslöschung

(= A.) [engl. extinction; lat. extinguere löschen], [KLI, KOG], der bedingte Reiz verliert die Fähigkeit, den bedingten Reflex auszulösen, wenn nach best. Intervallen keine neue Verstärkung

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Aufteilungsgerechtigkeit

(= A.) [engl. distributive justice], [SOZ], nach dem Prinzip der Gerechtigkeit wird die Aufteilung (allocation) von Gewinn und Belohnung zw. mehreren Personen, die bei der Lösung einer Aufgabe…

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attitude

(= a.) [engl.] Haltung, Werthaltung, Einstellung, [PER, SOZ], der engl. Begriff wird auch mit Attitüde übersetzt und soll ursprünglich eine erworbene und zugleich überdauernde und komplexe Disposition

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Assoziationsgesetze

(= A.) [engl. laws of association; lat. associare verbinden, vereinigen mit], [KOG], seit der Antike (Aristoteles) und dem engl. Empirismus (Locke) überlieferte Regeln, nach denen Assoziationen

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Assimilation

(= A.) [engl. assimilation; lat. similis ähnlich], allg. Bedeutung Angleichung, «Verähnlichung», auch Verschmelzung. Als biol. Begriff der Vorgang der Aufnahme von Stoffen bei Pflanzen und Tieren und…

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Äquilibration, Equilibration

(= Ä.) [engl. equilibration; lat. aequilibrium Gleichgewicht], syn. Gleichgewichtsbildung. [EW, KOG], Ä. oder Gleichgewichtsbildung ist in vielen ps. Funktionsfeldern ein zentraler Prozess. Eine…

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antizipatorische Reaktion

[engl. anticipatory goal response; lat. anticipere vorwegnehmen], [KOG], behavioristischer Begriff (Behaviorismus) für eine Reaktion, die ursprünglich durch die Darbietung best. Reize auftrat (bedingt…

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Anpassung

(= A.) [engl. adaptation, adjustment], syn. Adjustierung, [KOG, PER, SOZ], die harmonische, aber nicht spannungslose Beziehung zw. Organismus und Umwelt, durch die Bedürfnisbefriedigungen (Bedürfnis)…

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Anagramm

(= A.) [engl. anagram; gr. ἀναγραφειν anagraphein umschreiben], [KOG, PER], Buchstabenversetzrätsel. Durch Umstellen von Buchstaben wird aus einem Wort ein anderes (Basel – Salbe), werden Pseudonyme…

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Altruismus

(= A.) [engl. altruism; lat. alter der andere], [SOZ], im Ggs. zum Egoismus stehende Rücksichtnahme auf andere. Selbstlosigkeit in Denken, Fühlen und Handeln (Handlung). In den meisten Systemen, die…

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action research

(= a. r.) [engl.] Aktionsforschung, syn. Handlungsforschung, [FSE, KLI, SOZ], nach Lewin (1946, 1948) die systematische (mit Standardmethoden der Sozialps. eingeführte) Erfolgskontrolle bei Maßnahmen,…

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Hemmung

(= H.) [engl. inhibition], syn. Inhibition, [KOG], Störung des normalen Ablaufs psych. oder auch körperlicher Funktionen. (1) H. des Vorstellungsverlaufs bzw. der Gedächtnistätigkeit, im Einzelnen als…

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Konstruktionismus, sozialer

[engl. social constructivism; lat. construere gestalten, herstellen], [PHI, SOZ], moderne Form und Ausbau des Rationalismus in der Erkenntnistheorie: Sozialwiss. Erkenntnis ist nicht das Ergebnis von…

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Konflikt

(= K.) [engl. conflict; lat. confligere zusammenstoßen], [EM], das gleichzeitige Bestehen oder Anlaufen von mind. zwei Verhaltenstendenzen (Hofstätter, 1957, Konflikttheorie, Annäherungs-Vermeidungs-K…

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kollektives Verhalten

(= k.V.) [engl. collective behavior; lat. colligare zusammenbinden], [SOZ], in der Soziologie geprägter Begriff für Massenphänomene, die auch in der Massenpsychologie beschrieben werden. Grundlage des…

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kognitives Selbstschema

[engl. cognitive self-schema], [KOG, PER], verallgemeinerte Annahmen über Merkmale der eigenen kognitiven Zustände und Aktivitäten, also über Intelligenz, Problemlösungsverhalten und Wissen,…

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Kleingruppe

(= K.) [engl. small group], [SOZ], nach soziologischem Vorbild auch Primärgruppe mit quant. und qual. unterscheidenden Merkmalen der Großgruppe (Sekundärgruppe) gegenübergestellt: Überschaubarkeit für…

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Kenntnisse

(= K.) [engl. knowledge], [KOG, PÄD], Bez. für gespeicherte und aktualisierbare Wissensbestände. K. ist ein Begriff, der mehr Bedeutung für die Pädagogik als für die Ps. hat, weil es kaum möglich sein…

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Kanal-Modell

(= K.) [engl. channel model], [SOZ, MD], von Lewin im Jahre 1943 am Beispiel der Analyse von Essgewohnheiten entwickelte Darstellung der Wege, auf denen Güter (im allg. Modell auch Personen und…

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Invarianz

(= I.) [engl. invariance; lat. in ohne, variare verschieden sein], syn. Unveränderlichkeit, Beständigkeit, [KOG, WA], z. B. wie Gegenstände ihre Raum- und Ortswerte konstant halten trotz aller…

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Institution

(= I.) [engl. institution; lat. instituere einrichten, organisieren], [SOZ], soziologischer Begriff für ziemlich versch. Systeme kult. Werte und Verhaltensnormen (Normen, soziale), die Probleme des…

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Inertia-Effekt, Inertia-Psi-Effekt

[engl. inertia effect; lat. inertia Trägheit], [KOG], Trägheitseffekt, die einmal begünstigten Entscheidungsalternativen (Entscheiden, Entscheidungstheorie) sind durch Anpassung von subj.…

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Idealtypus

(= I.) [engl. ideal type; lat. idea Urbild, Idee], [PER], Typologie; die I. des sozialen Handelns führt M. Weber im Jahre 1904 in die Soziologie ein, später bevorzugt er dafür die Bez. reine oder…

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Ablehnung, soziale

(= s. A.) [engl. social rejection], [EW, PER], Ggs. von Akzeptierung [engl. acceptance], Annahme. In der Persönlichkeitsforschung wird s. A. durch wichtige Bezugspersonen als Prädiktor für spätere…

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Habit-Familien-Hierarchie

[engl. habit-family hierarchy; lat. habitare wohnen, heimisch sein], [KOG], eine gedachte (und erschlossene) Anordnung einer Reihe von latenten Verhaltenstendenzen (habit) für Mittel oder Wege zu…

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habit

(= h.) [engl. Gewohnheit; lat. habitare lat. habitare wohnen, heimisch sein], [KOG], (1) latente Verhaltenstendenz, (2) kleinste Lerneinheit, gleichbedeutend mit Reflex. Die ursprüngliche Bedeutung…

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Gruppierung

(= G.) [engl. grouping], [KOG], Vorgang, bei dem unterscheidbare Einzelheiten zu Gesamtheiten (Gestalten) zus.gefasst werden. Die Fähigkeit zur G. ist Lernvoraussetzung und erfordert Flexibilität des

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Gruppenentscheidung

(= G.) [engl. group decisions], [SOZ], die nach Interaktion in der Gruppe getroffene Entscheidung (Entscheiden). Ein Teil der seit Lewins Anregungen auf G. bezogenen Forschungen betrifft den Risikosch…

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Gruppenbildung

(= G.) [engl. grouping, group formation], [KOG], bei wahrgenommenen Mannigfaltigkeiten entsteht durch Nähe, Ähnlichkeit oder strukturelle Merkmale der Glieder G., Gruppierung oder Bündelung (chunk,…

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Gesellschaft

(= G.) [engl. society], [SOZ], (1) die Menschheit insgesamt; (2) die soziale Struktur, Beziehungen und Positionen in einer Vielfalt von Gruppierungen von Personen, aber als übergeordnete Einheit…

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Geschehenswahrnehmung

(= G.) [engl. perception of event(s)], [WA], von Johansson zum Unterschied von der Ruhewahrnehmung benutzte Bez. für die Wahrnehmungen, die dadurch gekennzeichnet sind, «dass sich während der Zeit des…

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Gemeingefühl

(= G.), [EM], Allgemeingefühl, syn. vitaler, psychosomatischer Sinn. Eng verwandt mit Stimmung, aber auch arousal, Erregung, Aktivierung. Das aus einer Reihe von inneren Empfindungen entspringende…

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Gedächtnissysteme nach Tulving

[engl. memory systems], [KOG]Tulving (1985) nimmt an, das Gedächtnis sei keine einheitliche Funktionseinheit, sondern bestehe aus drei monohierarchisch verschachtelten Systemen: dem prozeduralen…

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Ganzfeld, homogenes

(= h.G.) [engl. homogeneous visual field, homogeneous Ganzfeld] , [WA], schwer zu erzeugende Reizsituation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass in ihr keine Inhomogenität (Ungleichartigkeit) gegeben…

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Flexibilität

(= F.) [engl. flexibility; lat. flexibilis biegsam, geschmeidig], [KOG, PER], Persönlichkeitsmerkmal bei hoher Offenheit i. S. von Umstellungsfähigkeit. Die Bereitschaft und Fähigkeit, das Verhalten

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