Prof. Dr. Wilhelm Janke

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adrenerg

[engl. adrenergic; lat. ad hin, zu, renes Nieren, gr. έργον (ergon) Wirken], [BIO], Kennzeichnung für neuronale Verbindungen, die Adrenalin und/oder Noradrenalin als Neurotransmitter verwenden…

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adrenerg-cholinerge Imbalance-Hypothese

[engl. adrenergic-cholinergic imbalance hypothesis], [BIO, KLI], Entstehungsmodell zur Depression, wonach das adrenerge (Adrenalin) und cholinerge (Acetylcholin) System nicht balanciert sind, was als…

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Adreno(re)zeptor-Agonisten

[engl. adreno(re)ceptor agonists; gr. αγωνιστής (agonistís) der Tätige, Handelnde], [BIO], Substanzen, die auf Adrenorezeptoren (α1, α2, β1, β2) wirken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass Adrenalin

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Aldehyddehydrogenase

[engl. aldehyd dehydrogenase], [BIO], Enzym, das am Abbau von Alkohol beteiligt ist, indem es die Umwandlung von Acetaldehyd in Acetat katalysiert.

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Alkoholkrankheit

[engl. alcoholism], [GES, KLI], Bez. für den mit der Abhängigkeit von Alkohol verbundenen Folgezustand, v. a. krankheitsbezogenen Veränderungen Alkohol, Alkoholismus, Alkoholabhängigkeit.

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Aminosäuren

(= A.) [engl. amino acids], [BIO], lebensnotwendige Stoffe, Bestandteile von Peptiden und Proteinen, chemisch Carbonsäuren, bei denen ein H am Kohlenstoffring durch eine Aminogruppe NH₂ ersetzt ist.…

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Aminosäuren-Transmitter

(= A.) [engl. amino acids transmitter; lat. transmittere hinüberschicken], [BIO], endogene Aminosäuren, die als Neurotransmitter fungieren. Der Wirkungsart nach werden sie in exzitatorische und…

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Angiotensin

(= A.) [engl. angiotensin], [BIO], Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). Zu unterscheiden sind Angiotensin I (AI) und II (AII). AI wird unter dem Einfluss des Angiotensin-converting-E…

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Antihypertonika

(= A.) [engl. antihypertensives; gr. ἄντι (anti) gegen, ὑπερ (hyper) über, τόνος (tonos) Spannung], syn. Antihypertensiva, [PHA], Substanzen mit Blutdruck senkender Wirkung. Die Senkung des Blutdrucks…

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Antioxidanzien

(= A.) [engl. antioxidants], [BIO], chem. Verbindungen, die sog. «oxidativen Stress» mit möglichen Zellschädigungen verhindern, vermindern oder beseitigen. Als A. werden diskutiert sog. antioxidativ…

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Autorezeptor

(= A.) [engl. autoreceptor; gr. αὐτός (autos) selbst, lat. receptor Empfänger], [BIO], Rezeptoren eines Neurons, über die dessen Neurotransmitterausschüttung reguliert wird (Rezeptor, Neuron, Transmit…

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Belohnungssystem, neurochemisches

[engl. neurochemical reward system], [BIO, EM], unter der Kontrolle des Neurotransmitters Dopamin reguliertes Teilsystem des limbischen Systems, u. a. Nucleus accumbens, das die belohnende Wirkung von…

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Bradykinin

[engl. bradykinin], [BIO], Neuropeptid aus der Reihe der Kinine, das wahrscheinlich pathophysiol. bedeutsam ist. Beteiligung wird bei Erkrankungen wie Ausbildung entzündlicher Ödeme, Asthma,…

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Calcium-Antagonisten

[engl. calcium antagonists], syn. Calciumkanalblocker, [BIO], Stoffklasse, die durch Blockierung von Ca++-Kanälen den Einstrom von Ca++-Ionen bes. in Muskelzellen unterbinden und so zu einer…

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Catecholamine

(= C.) [engl. catecholamine], [BIO], Substanzen, die chemisch als Amine mit einem Catecholring zu kennzeichnen sind. Sie sind z. T. Hormone (z. B. Adrenalin, Noradrenalin) und z. T. biogene…

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Chemopsychologie

[BIO], Teilgebiet der Physiologischen Psychologie, das sich mit der Beziehung zw. chem. und ps. Vorgängen befasst. Teilgebiete sind Neurochemo-, Pharmako-, Endokrinops., Psychoimmunologie,…

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Cholecystokinin

(= C.) [engl. cholecystokinin], Abk. CCK, [BIO], Hormon aus der Klasse der gastrointestinalen Hormone, Neuropeptide. Ursprünglich nur als gastrointestinales Hormon gesehen, C. ist jedoch im Gehirn…

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Cholinesterase (CHE)

(= C.) [engl. cholinesterase], [BIO], Enzym, unter dessen Einfluss freigesetztes Acetylcholin innerhalb von ms in Essigsäure und Cholin gespalten und damit inaktiviert wird. Durch C.-Hemmer kann der…

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Cortison
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Desaktivierungsschwelle

(= D.) [engl. sedation threshold], [BIO, DIA, KLI], von Shagass als Diagnostikum/Prognostikum (Challenge Test) vorgeschlagener chemischer Reaktivitätstest. Ein Barbiturat wird intravenös verabreicht,…

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Dopa

(= D.) [engl. dopa], [BIO], Abk. für Dihydroxyphenylalanin, Zwischensubstanz bei der Synthese der Catecholamine, Vorstufe (Präcursor) des Neurotransmitters Dopamin. D. wird gebildet im…

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Ergotoxine

(= E.) [engl. ergotoxine], [BIO], Stoffe aus der Gruppe der Mutterkornalkaloide. Derivate der Lysergsäure (Lysergsäurediethylamid). Im Einzelnen gehören dazu: Ergocristin, Ergocryptin und Ergocornid.…

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Ethnopharmakopsychologie

[engl. ethnopharmacology; gr. ἔθνος (ethnos) Volk], [SOZ, PHA], Teildisziplin der Ps., Ethnologie und Pharmakologie, die sich mit Verbreitung, Gebrauch und Anwendung von chem. Stoffen, meist…

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extrapyramidale Wirkungen

[engl. extrapyramidal effects], [BIO, PHA], bei der Behandlung mit Neuroleptika auftretende Bewegungsstörungen, die Ausdruck einer verminderten Bioverfügbarkeit von Dopamin (Dopamin, dopaminerges…

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Fettsäuren

(= F.) [engl. fatty acids], [BIO], langkettige Carbonsäuren, darunter drei essenzielle F., die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen (Arachidonsäure, Linolsäure, Linolensäure). Unveresterte F.…

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follikelstimulierendes Hormon

[engl. follicle-stimulating hormone], Abk. FSH, [BIO], Hormon des Hypohysenvorderlappens, mit dem luteinisierenden Hormon (LH) zu den Gonadotropinen gehörend. Fördert bei Frauen das Wachstum des…

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Funktionstests

(= F.) [engl. function tests], [BIO, DIA, KLI], Tests, die dazu dienen, best. anatomisch, physiol. oder biochem. gekennzeichnete (Teil)-Systeme in ihrer Intaktheit/Funktionsfähigkeit zu überprüfen.…

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Gestagene

(= G.) [engl. gestagens], [BIO], weibliche Gonadenhormone, die mit den Östrogenen den Menstruationszyklus regulieren. Nach Ovulation in der zweiten Hälfte des Zyklus (Lutealphase) werden G. im Corpus…

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Ginkgo-Extrakte

(= G.) [engl. Ginkgo extracts], [PHA], Substanzen aus der Stoffklasse der Phytopharmaka und Nootropika, die aus den Blättern des Ginkgo-biloba-Baumes gewonnen werden. G. werden zur Beeinflussung von…

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glandotrope Hormone

(= g.H.) [engl. glandotropic hormones; lat. glandula Drüse, gr. τροπη (trope) Wendung, Einwirkung], [BIO]Hormone des Hypophysenvorderlappens, auch als Tropine bezeichnet, die die Freisetzung von…

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Gonadenhormone

(= G.) [engl. hormones of the gonads; gr. γωνη (gone) Erzeugung, Samen, ἀδήν (aden) Drüse], syn. Keimdrüsenhormone, Sexualhormone, [BIO], Geschlechtshormone, in den Testes (Mann), den Ovarien und der…

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Gonadotropine

(= G.) [engl. gonadotropins; gr. γωνη (gone) Erzeugung, Samen, ἀδήν (aden) Drüse, τροπη (trope) Wendung, Einwirkung], syn. gonadotrope Hormone, [BIO], glandotrope Hormone des Hypophysenvorderlappens,…

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gonadotropin-releasing hormone

[engl. Gonadotropin freisetzendes Hormon], [BIO], Abk. Gn-RH, syn. Gonadoliberin, Hormon des Hypothalamus, das die Ausschüttung der Gonadotropine durch den Hypophysenvorderlappen (HVL) anregt…

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Hypercalcämie

[engl. hypercalcaemia], [BIO, GES], Störung, die durch überhöhte Verfügbarkeit von Calcium bestimmt ist, etwa bei Überfunktion der Nebenschilddrüse, verbunden mit Hypersekretion von Parathormon.…

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Hyperkortisolismus

[engl. hypercortisolism], [BIO, GES], syn. für Cushingsyndrom, abnorme Sekretion des Nebennierenrindenhormons Kortisol mit resultierenden vielfältigen psych. und somatischen Störungen, u. a.…

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Insulin

(= I.) [engl. insulin], [BIO], Hormon, das in den Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert wird und den Glukosetransport in die Zellen anregt. Insulingabe führt zu Hypoglykämie, die…

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LH-Freisetzungshormon

[engl. LH-releasing hormone], Abk. LHRH, [BIO], Releasing-Hormon des Hypothalamus, das die Freisetzung von luteinisierendem Hormon durch den Hypophysenvorderlappen stimuliert; vermutlich identisch mit…

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Magnesium

[engl. magnesium], [BIO, GES], ernährungsphysiologisch wichtiges Spurenelement. Mangel, etwa als Folge von Alkoholmissbrauch (Alkoholismus), hat neurophysiologische und neuropsychol. Folgen. So soll…

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Mikrodialyse

[engl. microdialysis; gr. μικρός (mikros) klein, διά- (dia-) durch-, λύειν (lyein) lösen], [BIO], Methode der Neurochemie, die es ermöglicht, beim lebenden Subjekt lokal die extrazelluläre…

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Nahrungsmittel

[engl. food(stuff)], [BIO, GES], Nahrung dient zur Deckung (1) des Energiebedarfs durch Proteine (Protein), Fette und Kohlenhydrate, (2) des Bedarfs mit lebensnotwendigen Stoffen wie Proteinen und…

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Nebennierenrinde

[engl. adrenal cortex], [BIO], Teil der Nebenniere, hormonproduzierendes Organ (Hormone) mit 3 versch. «Zonen», in denen 3 Hormongruppen, nämlich Mineralcorticoide (Zona glomerulosaGlucocortico(ster…

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Neurochemie

[engl. neurochemistry; gr. νεῦρον (neuron) Nerv, χημεία (chemeia) Gießerei, Umwandlung], [BIO], Disziplin, die sich mit chem. Vorgängen im Nervensystem befasst. Basisdisziplin für die Chemopsychologie

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Neuromodulatoren

(= N.) [engl. neuromodulators; gr. νεῦρον (neuron) Nerv, lat. modulari regeln], [BIO], Neurostoffe, die neuronale Aktivitäten beeinflussen (modulieren). Bsp. sind Neuropeptide wie Beta-Endorphin. Eine…

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Neuropeptide

(= N.) [engl. neuropeptides], [BIO], Familie von über 50 Peptiden, die im Nervensystem, meist im Gehirn, bei der Erregungsübertragung als Neurotransmitter, -modulatoren oder -hormone eine Rolle…

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neuropsychologische Toxikologie

[engl. neuropsychological toxology; gr. τοξίνη (toxine) Gift], [BIO, DIS, PHA], Teilgebiet der Neuropsychologie und Toxikologie, das sich mit den toxischen Wirkungen von Stoffen auf Verhalten und Erle…

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Neuro-Psychopharmakologie

[engl. neuro-psychopharmacology; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [PHA], einerseits ein Teilgebiet der Pharmakologie, andererseits Sammelbez. für alle Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit den…

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Neurosteroide

(= N.) [engl. neurosteroids], [BIO], syn. neuroaktive Steroide, von Cholesterin abgeleitete Steroide, die bei Tier und Mensch in Sek. bis Min. direkt das ZNS beeinflussen. N. werden unmittelbar im…

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Neurostoffe

[engl. neuro agents; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [BIO, PHA], Substanzen, die die Tätigkeit des NS (Nervensystem) beeinflussen, regulieren und steuern, d.h. Neurohormone, Neuromodulatoren, Neurotransmit…

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Neurotoxiko(psycho)logie

[engl. neurotoxico(psycho)logy], [BIO, PHA], Teildisziplin der Toxikologie (Ps.), die sich mit den schädigenden Wirkungen von Substanzen auf das NS. (Nervensystem) befasst. Agenzien sind nicht nur…

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Nukleinsäuren

[engl. nucleic acids], [BIO], Substanzklasse; in Zellkernen enthalten, aus Nukleoidketten bestehend. Unterscheidbar sind Desoxyribonukleinsäure DNS (DNA) und Ribonukleinsäuren (Ribonukleinsäure, RNS).…

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Parathormon

[engl. parthormone], [BIO], syn. Parathyrin (PTH), Proteinhormon der Nebenschilddrüse/Epithelkörperchen. Bedeutung für die Regulation des Calcium-Haushalts. Unterfunktion führt zu Hypocalcämie mit…

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Peptide

(= P.) [engl. peptides], [BIO], kurze Kettenmoleküle aus Verbindungen von max. 20 Aminosäuren. Längerkettige Verbindungen werden als Proteine (Eiweiße) bezeichnet. P. sind als Neuropeptide von großer…

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Pharmakopsychiatrie

(= P.) [engl. pharmacopsychiatry; gr. φάρμακον (pharmakon) Heilmittel; ψυχή (psyche) Seele, ἰατρός (iatros) Arzt], [KLI, PHA], Teilgebiet der Psychiatrie, das sich bes. mit der Erforschung von…

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Pharmakopsychopathologie

[engl. pharmacopsychopathology; gr. φάρμακον (pharmakon) Heilmittel, ψυχή (psyche) Seele, πάθος (pathos) Leiden(schaft), Krankheit, λόγος (logos) Wort, Lehre] [KLI, PHA], Teilgebiet der Psychiatrie,…

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Pharmakopsychophysiologie

[engl. pharmacopsychopathology; gr. φάρμακον (pharmakon) Heilmittel, ψυχή (psyche) Seele, πάθος (pathos) Leiden(schaft), Krankheit, φύσις (physis) Natur λόγος (logos) Wort, Lehre, [BIO, PHA],…

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Pharmakotherapie

[engl. pharmacotherapy; gr. φάρμακον (pharmakon) Heilmittel, Gift], [GES, PHA], (1) Teilgebiet der Pharmakologie, (2) Methode zur Behandlung von Störungen mit Pharmaka in der klinischen Medizin. Die…

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Phenylalanin

(= P.) [engl. phenylalanine], [BIO], essenzielle Aminosäure, die im Organismus in Tyrosin verstoffwechselt wird (biogene Amine). Dieser Umbau ist bei best. Personen durch das Fehlen eines Enzyms…

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Phenylketonurie

[engl. phenylketonuria], [BIO, GES], rezessiv vererbte Unfähigkeit, Phenylalanin in Tyrosin umzuwandeln. Bei Nichtbehandlung mit einer phenylalaninfreien Diät in den ersten Lebensmonaten kommt es zu…

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Präcursoren

(= P.) [engl. precursors; lat. praecursor Vorläufer], [BIO, PHA], Bezeichnung für chemische Substanzen, aus denen die endgültig wirksamen biogenen Stoffe gebildet werden. P. von Noradrenalin ist Dopam…

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Progesteron

(= P.) [engl. progesterone], [BIO], weibliches Gonadenhormon (Gonadenhormone), wichtigstes Gestagen. Bildung in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus im Corpus luteum, auch in Nebennierenrinde…

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Proopiomelanocortin

[engl. proopiomelanocortin], [BIO], Abk. POMC, endogene Substanz, Peptid (Peptide), Vorläufer bei der Synthese von Beta-Endorphin, ACTH und MSH, synthetisiert in mehreren Hirnstrukturen. Hormone.

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Prostaglandine

(= P.) [engl. prostaglandins], [BIO], hormonähnliche (Hormone), in zahlreichen Geweben produzierte Stoffe mit vielfältigen Wirkungen auf innere Organe (Organ) und Hormonsysteme. Entdeckung durch Euler…

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Psychiatrie, biologische

(= P.), [GES, KLI], Richtung der Psychiatrie, die sich mit sog. biol., d. h. somatischen Aspekten befasst. Wichtige Teilbereiche ergeben sich bei Einbeziehung von Disziplinen wie Genetik und…

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Psychoendokrinologie

Psycho(neuro)endokrinologie, [BIO], Bez. für ein Teilgebiet der Endokrinologie, das sich mit den psych. Wirkungen von Hormonen (Hormone) befasst.

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Psychotoxikologie

[engl. psychotoxicology; gr. ψυχή (psyche) Seele, τοξίνη (toxine) Gift, λόγος (logos) Lehre], [BIO, PHA], Teilgebiet der Toxikologie, das sich mit den psychischen Wirkungen von Vergiftungen befasst.

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Quecksilber

(= Q.) [engl. mercury], [BIO], Schwermetall in Luft, Boden, Nahrungsmitteln u. a. vorkommend, in höheren Dosen und bei chronischer Exposition neurotoxische Wirkung mit psych. Folgen, so Störungen der

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Radikale, freie

(= f. R.) [engl. free radicals], [BIO], im Organismus bei der Oxidation von Nahrung entstehende Atome, Moleküle, die als reaktionsfähige Radikale (freie Elektronen-Valenz) alle im Organismus…

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Reaktivitätstest

[engl. reactivity test], [PHA], Verabreichung eines chemischen Stoffes und Erfassung der indiv. Reaktion zum Zwecke der Prüfung der indiv. Reaktion auf chemische Stoffe. Im engl. Sprachraum hat sich…

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releasing hormones

[engl. releasing Lösen], [BIO], Freisetzungshormone, im Hypothalamus produzierte Neurohormone, die die Produktion des Wachstumshormons und der glandotropen Hormone im Hypophysenvorderlappen anregen.…

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Renin

[engl. renin; lat. ren Niere], [BIO], Stoff, der bei Minderdurchblutung (pathologisch erniedrigtem Blutdruck oder reduziertem Blutvolumen) der Niere dort freigesetzt wird. Es wandelt das im Blut…

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Reuptake

[engl.] Wiederaufnahme, [BIO], Wiederaufnahme eines in den synaptischen Spalt ausgeschütteten Neurotransmitters in den präsynaptischen Teil der Synapse. Chemische Stoffe können diese fördern oder…

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Rezeptor

(= R.) [engl. receptor; lat. recipere aufnehmen], [BIO, WA], Empfänger, Empfangsorgan, vielfach gleichbedeutend mit Sinnesorgan; während Sinne auch als Aufnahmeorgane entspr. den subj. erlebbaren Sinn…

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Ribonukleinsäure

Abk. RNS [engl. ribonuclein acid, RNA], [BIO], Bestandteil der Zelle, von Bedeutung für die Realisierung der genetischen Information (Anordnung der Aminosäuren bei der Synthese von Proteinen). Die…

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second messenger

(= s.m.) [engl. second zweiter, messenger Bote(nstoff)], [BIO], chem. Systeme, die alternativ oder zusätzlich zu den primären Mechanismen (über Botenstoffe gesteuerte und Ionenkanälen) die Wirkung…

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Sedierungsschwelle

(= S.) [engl. sedation threshold; lat. sedare beruhigen, hemmen], [BIO, PHA], von Shagass eingeführter Begriff zur Kennzeichnung der Dosierung einer hemmenden Substanz (meist Amobarbital), bei der Sed…

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serotoninbeeinflussende Substanzen

(= s.S.) [engl. serotonin-influencing drugs], [BIO, PHA], Stoffe, die die biol. Verfügbarkeit/Aktivität von Serotonin (Serotonin, serotonerges System) erhöhen (Agonisten) oder erniedrigen…

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sick building syndrome

[engl. sick krank, building Bauwerk], syn. building sickness, tight building syndrome, office illness, [GES], Bez. für ein umweltausgelöstes Krankheitssyndrom. Unspezifische psych. und körperliche…

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Somatomedine

(= S.) [engl. somatomedins], [BIO], syn. insulin-like growth factors (Abk. IGFs), in der Leber, aber auch in anderen Organen und Geweben wie Niere und Muskulatur gebildete wachstumsfördernde Faktoren.…

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Thyreocalcitonin

(= T.) [engl. thyreocalcitonin; gr. θυρεός (thyreos) Schild(drüse)], Calcitonin, [BIO], Schilddrüsenhormon (Schilddrüsenhormone), das bei erhöhtem extrazellulären Calcium-Spiegel eine Normalisierung…

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Thyreotropin (TSH)

[engl. thyrotropin; gr. θυρεός (thyreos) Schild(drüse)], syn. thyreotropes Hormon, [BIO], glandotropes Hormon des Hypophysenvorderlappens, das die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen anregt. Die…

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Tryptamin

(= T.) [engl. tryptamine], [BIO], Neurohormon (Hormone), biogenes Amin, das aus der Aminosäure Tryptophan gebildet wird (Decarboxylierung). T. passiert die Blut-Hirn-Schranke und kann deshalb…

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Tyrosin

[engl. tyrosine], [BIO], natürliche aromatische Aminosäure, Ausgangsstoff der Schilddrüsenhormone, des Melanins sowie der Katecholamine, wird von Tyrosinhydroxylase unter Anlagerung von OH in Dopa…

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Umweltschadstoffe

[engl. environmental contaminants], [BIO], anorganische (Metalle wie Blei) und organische Stoffe (Lösungsmittel, Farben), die in der Umwelt (Luft, Wasser, Nahrung) freigesetzt werden und bei Tier und…

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Wachstumshormon

(= W.) [engl. growth hormone (GH)], syn. Somatotropin, somatotropes Hormon (STH) , [BIO], Hormon, chemisches Polypeptid, gebildet im Hypophysenvorderlappen, von dort über das Blut ins Gewebe…

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zustandsabhängiges Lernen

[engl. state-dependent learning], [KOG], Kennzeichnung für das Phänomen, dass unter einem best. Zustand (z. B. unter Pharmakon A) aufgenommene Informationen im gleichen Zustand besser als in einem…

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Acamprosat

[PHA], seit 1996 im Handel befindl. Substanz, die das Verlangen nach Alkohol unterdrücken soll und deshalb als Anticravingsubstanz bei der Therapie der Alkoholkrankheit verwendet wird. Die Substanz…

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ACE-Hemmer

(= A.) [engl. ACE inhibitor], [PHA] Medikamente, therap. bei mehreren Mio. Pat. mit Hypertonie und Herzinsuffizienz eingesetzt, so Captopril und Enalapril. Der Wirkungsmechanismus besteht in der…

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Acetylsalicylsäure

(= A.) [engl. acetylsalicyl acid], [PHA], peripheres Analgetikum, keine ZNS-Wirkung (Nervensystem), oft mit Zusatzstoffen wie Koffein versehen, im Handel als Mischanalgetikum erhältlich. A. wirkt auch…

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Acrylamid

(= A.) [engl. achrylamide], [PHA], von einer einfachen Fettsäure durch Polymerisation entstandener Kunststoff, neurotoxische Substanz, als Umweltschadstoff von Bedeutung. A. hat unmittelbar…

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Adenosin

[engl. adenosine; gr. αδένας (adenas) Drüse], [PHA], (1) Intermediärstoff des Nucleotid-Stoffwechsels, (2) Neurotransmitter(-modulator) im Zentralnervensystem mit mind. drei Rezeptorarten. Wichtige…

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Adrenalin

(= A.) [engl. adrenaline; lat. ad hin, zu, renes Nieren], syn. Epinephrin, [BIO, PHA]Hormon des Nebennierenmarks und sympathikusaktivierender Stoff (Sympathikus) mit Affinität zu den sog. α- und…

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adrenokortikotropes Hormon

[engl. adrenocorticotropic hormone], Abk. ACTH, syn. Kortikotrop(h)in, [BIO, PHA], glandotropes Hormon des Hypophysenvorderlappens, Polypeptid, das innerhalb weniger Min. die Ausschüttung von Kortisol

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Agonist

(= A.) [engl. agony; gr. αγωνιστής (agonistes) Wettkämpfer], [PHA], in der Pharmakologie Stoff, der einen anderen Stoff in seiner Wirkung unterstützt/fördert. Rezeptoragonisten sind Stoffe, die die…

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Alkaloide

(= A.) [engl. alkaloids], [PHA], stickstoffhaltige Stoffe, in der Pflanzenwelt vorkommend, enthalten z. B. in dem Belladonna-AlkaloidAtropin der Tollkirsche, oft mit starken physiol. und psych.…

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Alkohol

(= A.) [engl. alcohol], [BIO, PHA], chemisch Äthylalkohol, einer der am meisten ge(miss)brauchten untersuchten psychotropen Stoffe, pharmakol. den ZNS-dämpfenden Stoffen zugerechnet. Pharmakol. ist A.…

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Amphetamine

(= A.) [engl. amphetamines], [PHA], Psychopharmaka aus der Klasse der Psychostimulanzien, Derivate des Phenylethylamins. Alle A. unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. In der Ps. oft untersuchte…

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Anabolika

(= A.) [engl. anabolic agents, anabolic drugs], [PHA], Stoffe, die zur Förderung körperlicher Leistungsfähigkeit dienen, meist synthetische Steroide, chemisch dem Testosteron aus der Gruppe der Androg…

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Analeptika

(= A.) [engl. analeptics; gr. ἀνά (ana) hinauf, hindurch, λεπτός (leptos) dünn, klein], syn. zentrale Analeptika, Konvulsiva, [PHA], Stoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen, die auf zentrale…

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Analgetika

(= A.) [engl. analgesics; gr. αν- (an-) ohne, ἄλγος (algos) Schmerz], [PHA], Arzneimittel zur Verminderung von Schmerz. Die Wirkungsmechanismen erstrecken sich auf die Aufnahme, Weiterleitung,…

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Antagonist

(= A.) [engl. antagonist; gr. ἀνταγωνιστής (antagonistes) Gegner, Gegenspieler], [PHA], in der Pharmakologie Stoff, der die Wirkung eines anderen exogenen Stoffs oder einer endogenen Substanz…

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Antiallergika

(= A.) [engl. antiallergenics, antiallergics], [PHA], Substanzen gegen allergische Reaktionen, etwa Heuschnupfen und Hautreaktionen. A. gehören versch. Pharmakaklassen an. Therap. zunehmend häufig…

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Antiandrogene

(= A.) [engl. antiandrogen; gr. ἄντι (anti) gegen, ἀνήρ (aner) Mann, γένεσις (genesis) Entstehung], [PHA], Substanzen, die antagonistisch zu den männlichen Gonadenhormonen, bes. Testosteron, wirken,…

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Antibiotika

(= A.) [engl. antibiotics; gr. ἄντι (anti) gegen, βίος (bios) Leben], [PHA], ursprünglich Sammelbegriff für Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze u. a.), die das Wachstum anderer…

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Anticholinergika

(= A.) [engl. anticholinergics; gr. ἄντι (anti) gegen, χολή (chole) Galle], syn. Cholinolytika, [PHA], Stoffe, die die Wirkung des biogenen Acetylcholins hemmen. Es ist zu unterscheiden zw. Stoffen,…

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Anticravingsubstanzen

[gr. ἄντι (anti) gegen, engl. craving Begierde, Verlangen], [PHA], Substanzen, die Verlangen nach psychotropen Stoffen bei Abhängigen unterdrücken. Für die Alkoholkrankheit wurden Stoffe aus…

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Antiemetika

(= A.) [engl. antiemetics; gr. ἄντι (anti) gegen, ἔμεσις (emesis) Erbrechen, Speien], [PHA], Pharmaka, die bei Brechneigung (Hyperemesis) und Schwindel (Nausea) bei Reise- und Seekrankheiten und bes.…

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Antihistaminika

(= A.) [engl. antihistamines; gr. ἄντι (anti) gegen, ίστός (histos) Gewebe], [PHA], Arzneimittel, die die Freisetzung von Histamin reduzieren. A. wirken an versch. Rezeptoren (Rezeptor) H1 (bes. im…

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Antihypertensiva

(= A.) [engl. antihypertensives; gr. ἄντι (anti) gegen, ὑπερ (hyper) über, τόνος (tonos) Spannung], [PHA], Substanzen mit blutdrucksenkender Wirkung. Die Senkung des Blutdrucks erfolgt bei versch.…

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Antipsychotika

(= A.) [engl. antipsychotics, antipsychotic agents], [PHA], heute bevorzugter Begriff für Pharmaka, die bei Psychosen vom Typ der Schizophrenie therap. wirksam sind, früher Neuroleptika. Die…

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Antitussiva

[engl. antitussives, antitussive agents; gr. ἄντι (anti) gegen, lat. tussire husten], [PHA], Medikamente gegen Husten, oft in fixen Kombinationen mit Antihistaminika, überwiegend ZNS-dämpfende Stoffe…

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anxiogene Substanzen

(= a. S.) [engl. anxiogenic substances; lat. angor Angst, Unruhe, gr. γένεσις (genesis) Entstehung, Ursprung], [BIO, PHA], Stoffe, die bei geeigneter Dosierung Angst hervorrufen (können). Bes.…

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Apomorphin

[engl. apomorphine], [BIO, PHA], nicht selektiver Dopaminrezeptor-Agonist, wegen dieser Wirkung häufig als Reaktionstest bzw. Funktionstest des dopaminergen Systems eingesetzt. In höherer Dosierung…

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Appetitzügler

(= A.) [engl. anorectic, anorexiant, appetite suppressant], syn. Anorektika, [PHA], Pharmaka, die Appetit und Hunger, etwa bei Übergewicht, verringern sollen. Pharmakol. sind A. heterogen. Klassische…

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Arecolin

(= A.) [engl. arecholine], [PHA], psychotrope Substanz aus der Reihe der Halluzinogene bzw. Rauschmittel. Alkaloid der Betelnuss mit cholinerger Wirkung. Die vegetativen Wirkungen sind schwächer als…

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Atropin

(= A.) [engl. atropine], [BIO, PHA], syn. Hyoscyamin, parasympathikushemmende Substanz, die neben Hyoscin (Scopolamin) in Nachtschattengewächsen (z. B. Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut) vorkommt.…

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Azapirone

[engl. azapirone], [PHA], Psychopharmakagruppe, zu den Anxiolytika gehörend. Sie wirken agonistisch an 5-HT_{1a}-Serotonin-Rezeptoren. Wichtige Stoffe sind Buspiron, Gepiron und Ipsapiron, zugelassen ist…

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Barbiturate

(= B.) [engl. barbiturate], syn. Barbitursäurederivate, [PHA]Psychopharmaka mit ZNS-dämpfendem Einfluss. Therap. als Hypnotika und Sedativa, früher auch als Anxiolytika angewandt, fast vollst. durch…

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Belladonna-Alkaloide

(= B.) [engl. Belladonna alkaloids], [BIO, PHA], Stoffgruppe, in zahlreichen Pflanzen vorkommend, vornehmlich in Nachtschattengewächsen (Tollkirsche, Stechapfel). B. sind seit Jahrtsd. bekannt und…

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Beta-Carboline

[engl. β-Carboline (alkaloids)], [BIO, PHA], Stoffe Norharman und Harman in vielen Pflanzen, auch im Zigarettenrauch als Produkt von Tryptophan vorkommend. Werden auch als endogene Liganden der…

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Beta-Rezeptorenblocker

(= B.) [engl. beta-receptor blocker], syn. β-Adrenozeptorantagonisten, [BIO, PHA], Substanzen, die über die Besetzung von Beta-Rezeptoren den Einfluss des sympathischen NS (Nervensystem), inkl.…

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biogene Amine

(= b.A.) [engl. biogenic amines; gr. βίος (bios) Leben, -γενής (-genes) verursachend], [BIO, PHA], im Organismus produzierte und wirkende Stoffe aus der Gruppe der Amine. Der Begriff wird im engsten…

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Blut-Hirn-Schranke

(= B.) [engl. blood-brain barrier], [BIO], System, das den Übergang der im Blut befindlichen Substanzen in das ZNS (Nervensystem) reguliert. Sie ist Ausdruck der bes. Membraneigenschaften der…

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Bromocriptin

(= B.) [engl. bromocriptin], [PHA], Substanz aus der Gruppe der Dopamin-Agonisten (D2). Manipulationen mit B. bieten die Möglichkeit, gestörte kogn. Vorgänge zu variieren, etwa bei…

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Bicucullin

(= B.), [PHA], chemische Substanz, die mit Tranquillanzien vom Typ der Benzodiazepine verwandt ist und an den Bindungsstellen des GABA_{A}-Komplexes haftet und damit die psych. Effekte von Benzodiazepinen…

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Buprenorphin

(= B.) [engl. buprenorphine], [PHA], Pharmakon aus der Gruppe der Opioid-Analgetika. Starke analgetische Wirkung mit langer Wirkungszeit. In den USA seit 1978 zur Opiatentzugstherapie eingesetzt. B.…

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Butyrophenone

(= B.) [engl. butyrophenones], [PHA], Gruppe von Antipsychotika, die nach den Phenothiazinen Ende der 1950er-Jahre eine neue Epoche der pharmakotherap. Behandlung von Schizophrenien mit Haloperidol

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Calcitonin

(= C.) [engl. calcitonin], [BIO, PHA], von den C-Zellen der Schilddrüse sezerniertes Peptidhormon. Im Gehirn nachweisbar (Hypophyse). Freisetzung bei Konzentrationsanstieg von Kalzium im Blut sowie…

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Cannabinoide

(= C.) [engl. cannabinoids], [BIO, PHA], Gruppe aus zahlreichen Stoffen, die in der Cannabispflanze enthalten sind. Wichtigstes C. ist Tetrahydrocannabinol (THC). C. spielen eine wichtige Rolle als…

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Cannabis-Rezeptoren

[engl. cannabinoid receptors], [BIO, PHA], Abk. CB-Rezeptoren, gehören zur Familie der metabotropen (G-Protein-gekoppelten) Rezeptoren. Man unterscheidet CB1- & CB2-Rezeptoren. CB1-Rezeptoren sind…

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Cannabis

(= C.) [engl. cannabis], [BIO, PHA], psychotrope Substanz, aus Hanf gewonnen und in versch. Zubereitungen konsumiert, bes. Haschisch und Marihuana. Der Hauptwirkstoff ist \delta ^{9}-Tetrahydrocannabinol (\delta ^{9}-THC…

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Chlordiazepoxid

(= C.) [engl. chlordiazepoxide], [PHA]Psychopharmakon aus der Gruppe der Tranquillanzien vom Typ der Benzodiazepine mit lang dauernder Wirkung (Eliminationshalbwertszeit 10–90 Std.). Die Wirkung von…

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Chlorpromazin

(= C.) [engl. chlorpromazine], [PHA]Psychopharmakon aus der Klasse der Antipsychotika vom Typ der Phenothiazine, von Delay und Deniker 1952 eingeführt, die die antipsychotische Wirkung dieses…

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cholinerg

(= c.) [engl. cholinergic; gr. ἔργον (ergon) Wirken], auf Acetylcholin ansprechend, [PHA], (1) Wirkungsart von Stoffen, die der von Acetylcholin vergleichbar ist. (2) Nervenfasern oder nervöse…

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Codein, Kodein

[engl. codein], [PHA], chemisch Methylmorphin, Psychopharmakon aus der Gruppe der zentralen Analgetika vom Typ der Opioide. Analgetische Wirkung schwächer als von Morphin, ebenso das Suchtpotenzial.…

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Curare

(= C.) [engl. curare], [PHA], Sammelname für aus Pflanzen gewonnene Pfeilgifte. Die wichtigsten Substanzen sind D-Tubocurarin und Toxiferin. C. hemmt kompetitiv die Wirkung von Acetylcholin auf die…

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Cyproteron(acetat)

[engl. cyproterone acetate], Abk. CPA, [BIO, PHA]Hormon aus der Gruppe der Gestagene, das als erstes Antiandrogen zur Triebdämpfung bei devianter Hypersexualität eingesetzt wurde («chemische…

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Dexamethason-Suppressionstest

(= D.) [engl. dexamethasone suppression test]; Abk. DST, pharmakol., [BIO, PHA]Reaktivitätstest zur Überprüfung der Funktion des HPA-Systems CRH-ACTH-Kortisol. Verabreicht wird das synthetische…

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Diazepam

(= D.) [engl. diazepam], [PHA], 1,4-Benzodiazepin, u. a. Valium®, Psychopharmakon aus der Klasse der Anxiolytika vom Typ der Benzodiazepine mit lang dauernder Wirkung (Halbwertszeit des Metaboliten…

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Differentielle Pharmakopsychologie

[engl. differential pharmacology; lat. differentia Unterschied], [PHA], Teilgebiet der Pharmakopsychologie, das sich mit der Beschreibung und Aufklärung inter- und intraindiv. Unterschiede der…

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Dihydrocodein

[engl. dihydrocodeine], [PHA], Psychopharmakon aus der Gruppe der Opioide. Als zentrales Analgetikum und Antitussivum sehr häufig verordnet. Wie Codein auch zur Substitution bei Opioidabhängigkeit…

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Doping-Substanzen

(= D.) engl. doping substances], [PHA], zur Steigerung der körperl., meist sportl. Leistung eingesetzte (missbrauchte) Substanzen aus der Klasse der AnabolikaWachstumshormone sowie der Klasse der Ps…

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Droge

[engl. drug], [BIO, PHA], Bez. für chem. Substanzen, die wegen unterschiedl. Gebrauchs problematisch ist. Gebraucht für (1) (herkömmlich) Stoffe (Rohstoffe) natürl., pflanzl. oder tierischen…

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Drogenabhängigkeit

(= D.) [engl. drug dependence/addiction], [KLI], zwanghaftes Verlangen nach Einnahme von Substanzen (Droge, Medikamente, Alkohol, Nikotin) bzw. das körperliche Angewiesensein auf eine fortlaufende…

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Drogenpostulat

(= D.) [engl. drug postulate], [BIO, PER, PHA], Modell von H.J. Eysenck zur Erklärung von differenziellen Effekten chemischer Stoffe (Differentielle Pharmakopsychologie), spez. Wechselwirkung…

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Drogenselbstverabreichung

(= D.) [engl. drug self-administration], [BIO, KOG, PHA], Methode der Verhaltenspharmakologie, bei der Tiere sich selbst Pharmaka verabreichen können. Methoden für orale, intraperitoneale,…

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drug discrimination

[engl. drug Droge, discrimination Unterscheidung], [PHA], Begriff der Verhaltenspharmakologie, der die Fähigkeit eines Individuums betrifft, unterschiedl. Verhalten je nach verabreichter Droge zu…

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Entwicklungspharmakologie

[engl. developmental pharmacology], [PHA], Teildisziplin, die sich mit der Wirkung von chemischen Stoffen auf Entwicklung (pränatal, frühkindlich und kindlich) und Rückbildung befasst. Stoffe mit…

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Ergotamin

(= E.) [engl. ergotamin], [PHA], Stoff aus der Gruppe der Mutterkornalkaloide. Derivat der Lysergsäure (Lysergsäurediethylamid). E. wird eingesetzt bei akuten Migräneanfällen. Es führt zur…

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Fentanyl

[engl. fentanyl], [PHA], kurz wirksames Analgetikum aus der Reihe der Opiat-Analgetika, chem. mit Pethidin verwandt. Intravenös bei Operationen und postoperativ zur Schmerzausschaltung verwendet. Auch…

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Flumazenil

(= F.) [engl. flumazenil], [PHA], chemische Substanz, Antagonist der Tranquillanzien vom Typ der Benzodiazepine. F. blockiert Benzodiazepin-Rezeptoren des GABA_{A}-Komplexes (GABA-Antagonist) und verhindert…

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Flunitrazepam

(= F.) [engl. flunitrazepam], [PHA], Psychopharmakon aus der Klasse der Hypnotika vom Typ der Benzodiazepine. F. bindet spezif. am GABA_{A}-Benzodiazepin-Rezeptorkomplex. Sehr lang wirksam. Anders als bei…

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Fluoxetin

(= F.) [engl. fluoxetin], [PHA], Psychopharmakon aus der Klasse der Antidepressiva vom Typ der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Sehr lange Eliminationshalbwertszeit (1–3 Tage, der aktive…

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GABA

(= G.) [engl. gamma-aminobutyric acid], Abk. für Gamma-Aminobuttersäure, [BIO, PHA], biogen aus Glutaminsäure gebildet, wichtigster hemmender Neurotransmitter, wirkt an zwei Rezeptorenarten, GABA_{A}- und GABA_{B}-Re…

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Galanin

(= G.) [engl. galanin], [BIO, PHA], Substanz aus der Reihe der Neuropeptide mit inhibitorischer G-Protein-vermittelter Wirkung. Es hat eine für Neuropeptide seiner Größe unüblich lange Halbwertszeit…

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Ganglienblocker

[engl. ganglion(ic) blockers], [PHA], Begriff für Stoffe, die die Reizübertragung an den präganglionären nikotinergen Synapsen des VNS hemmen, so Tetraethylammonium und Hexamethonium. Wegen starker Ne…

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Gastrin

(= G.) [engl. gastrin], [BIO, PHA], ein von den G-Zellen (APUD-Zellen) der Schleimhaut des Magenantrums produziertes und den Drüsen des Magenfundus und -korpus auf dem Blutweg zugeführtes Peptidhormon…

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Ginkgo biloba

(= G.) [engl. Ginkgo extracts], [PHA], Substanzen aus der Stoffklasse der Phytopharmaka und Nootropika, die aus den Blättern des G.-Baumes gewonnen werden. G. werden zur Beeinflussung von alters- und…

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Glukokortiko(stero)ide

(= G.) [engl. glucocorticoids], [BIO], Hormone der Nebennierenrinde (Zona fasciculata) mit Wirkungen auf den Kohlehydratstoffwechsel. Das wichtigste G. beim Menschen ist das Kortisol. Daneben sind Kor…

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Glukagon

(= G.) [engl. glucagon], [BIO], in den α-Zellen der Langerhans′schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziertes Polypeptid-Hormon; direkter Gegenspieler von Insulin. Freisetzung bei Absinken des…

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Glukose

(= G.) [engl. glucose], syn. Traubenzucker; einfacher Zucker (Monosaccharid), [BIO], zentraler Energieträger des menschlichen Stoffwechsels, wobei Gehirn und Erythrozyten absolut glukoseabhängig sind.…

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Glutamat

(= G.) [engl. glutamate], [BIO, PHA], biogene Aminosäure, auch Vorstufe von GABA, Salz der Glutaminsäure, gilt als wichtigster exzitatorischer Aminosäuren-Transmitter im ZNS (Nervensystem). Bei…

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Glycin

(= G.) [engl. glycine], [BIO, PHA], kleinste (einfachste) Aminosäure, neben GABA der wichtigste hemmende Neurotransmitter, im Rückenmark und Hirnstamm nachgewiesen. Antagonistische Wirkungen hat Stryc…

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G-Proteine

(= G.) [engl. g proteins], [BIO, PHA], Membranproteine vieler Neurorezeptoren, den sog. G. gekoppelten Rezeptoren, die sich bei vielen Neurotransmittersystemen (Neurotransmitter) finden lassen. G.…

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Halluzinogene

(= H.) [engl. hallucinogens; lat. hallucinari träumen, faseln, gr. -γενής (-genes) verursachend], [BIO, PHA], psychotrope Substanzen, die in meist schon geringer Dosierung die sensorische Wahrnehmung…

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Harman

(= H.) [engl. harman], [PHA], Substanz aus der Reihe der Carboline, die zu den Alkaloiden gehören, die aus Neurotransmittern durch Kondensation entstehen. Nach Tierversuchen beeinflusst H. die…

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Histamin

(= H.) [engl. histamine], [BIO, PHA], Gewebshormon (Hormone), Neurohormon. H. spielt eine Rolle bei der Entstehung von Schmerz und Allergien. Wirkungen des H. sind eine Erweiterung der Kapillaren,…

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Hormone

(= H.) [engl. hormones; gr. ὁρμᾶν (horman) antreiben, in Bewegung setzen], [PHA], Substanzen, die in den Drüsen mit innerer Sekretion (glanduläre) oder in best. Zellsystemen gebildet werden (Gewebs-…

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HPA-System

[engl. HPA system], [BIO], syn. HPA-Achse, Abk. für Hypothalamus (Hormon: CRH)-Pituitary (= Hypophyse, Hormon: ACTH)-adrenal cortex (= Nebennierenrinde, Abk. NNR, Hormon: Glukokortikoide)-System, das…

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Hyperaldosteronismus

[engl. hyperaldosteronism], syn. Aldosteronismus, [BIO], abnorme Hypersekretion des Nebennierenrindenhormons Aldosteron mit resultierenden Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts. Symptome u. a.…

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Hyperprolaktinämie

[engl. hyperprolactinemia], [BIO, PHA], hormonelle Störung mit Überschuss von Prolaktin, häufigste hypothalamisch-hypophysäre Störung. Ursachen vielfältig, so Hypophysentumor, vermehrte/verminderte…

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Hypnotika

(= H.) [engl. hypnotics; gr. ὕπνος (hypnos) Schlaf], syn. Schlafmittel, [PHA], Psychopharmaka, die Schlaf herbeiführen, erzwingen oder fördern. H. stammen v. a. aus den Gruppen der Benzodiazepine oder…

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Hypoglykämie

(= H.) [engl. hypoglycaemia; gr. ὑπό (hypo) unter, γλυκύς (glykys) süß], [BIO], Bez. für das Absinken des Blutzuckerspiegels unter Normalwerte mit vielerlei psych. Begleiterscheinungen (z. B.…

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Hypophysenhormone

(= H.) [engl. hypophyseal/pituitary hormones], [PHA], von der Hypophyse gebildete und freigesetzte Hormone. H. sind zum großen Teil auch Neuropeptide, die extrahormonelle Wirkungen direkt auf das Nerv…

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Imipramin

(= I.) [engl. imipramine], [PHA]Psychopharmakon aus der Reihe der trizyklischen Antidepressiva. Erstes Antidepressivum im Jahre 1957, Standard- und Referenzsubstanz für Antidepressiva. Stärker norad…

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Insektizide

[engl. insecticides; lat. caedere töten], [PHA], natürl. oder synthetische chem. Substanzen zur Insektenbekämpfung, u. a. Wirkungsmechanismus unter Hemmung des Enzyms Cholinesterase. Von Bedeutung für…

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Ionenkanal

(= I.) [engl. ion channel], [BIO], Molekül in der Membran einer Zelle, das als Kanal für spezif. Ionen fungieren kann. Transmittergesteuerte I. spielen eine wichtige Rolle bei der schnellen…

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Iproniazid

(= I.) [engl. iproniazid], [PHA]Psychopharmakon aus der Gruppe der Antidepressiva vom Typ der nicht selektiven Monoaminooxidase-Hemmer, chem. Hydrazinderivat. I. hat histor. Bedeutung, wird wegen…

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Isoproterenol

[engl. isoproterenol], [PHA], VNS-Pharmakon aus der Klasse der Sympathikomimetika vom Typ der Beta-Rezeptorenblocker. Kann bei best. Personen panikartige Angst (Panikattacke) auslösen.

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Johanniskraut

(= J.) [engl. St. John′s wort, Aaron′s beard], [PHA], als pflanzliches Psychopharmakon (Phytopharmaka) eingesetzt, Hypericum-Extrakt. Häufig bei leichteren Depressionen und Ängsten verordnet. Eine…

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Kava-Kava

[engl. kava kava], [PHA], früher als Arzneimittel eingesetzter Stoff aus der Gruppe der pflanzl. Arzneimittel bzw. Phytopharmaka. Gewonnen aus dem Wurzelstock Rhizoma. Gebraucht bei Riten…

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Ketamin

(= K.) [engl. ketamin], [PHA], psychotroper Stoff aus der Reihe der (psychedelischen) Narkotika, strukturverwandt mit Phencyclidin. Person scheint eher geistig abwesend zu sein als zu schlafen.…

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Kontrazeptiva

[engl. contraceptives; lat. contra gegen, capere (über)nehmen], [PHA], syn. Ovulationshemmer, Pille; chemische Methode der Geburtenkontrolle. Meist Kombination aus synthetischen Östrogenen (meist…

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Laktat

(= L.) [engl. lactate], [BIO], Salz der Milchsäure, bei anaerober Glykolyse bei der Pufferung aus Milchsäure entstehend. Überschreiten der Dauerleistungsgrenze führt zu Laktazidose (pH-Abfall lokal im…

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Lysergsäurediethylamid

[engl. lysergic acid diethylamide], Abk. LSD, [KLI, PHA], durch Hoffmann 1943 entdeckte Substanz, chemisch aus der Gruppe der Indolamine, zur Klasse der Psychotomimetika bzw. Halluzinogene gehörend.…

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Melperon

[engl. melperon], [PHA], Psychopharmakon aus der Gruppe der Antipsychotika vom Typ der Butyrophenone. Relativ niedrige Affinität zum D2-Dopaminrezeptor, schwächere antipsychotische Wirkung.…

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Memantin

(= M.) [engl. memantine], [PHA], Arzneimittel mit neuroprotektiver Wirkung bei Neuronenschädigungen, etwa durch neurotoxische Stoffe oder durch neurodegenerative Krankheiten. Zugelassen zur Behandlung…

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Meprobamat

[engl. meprobamate], [PHA], 1954 eingeführtes Psychopharmakon neueren Typs aus der Klasse der Tranquillanzien. Wie Benzodiazepine zentral angreifende Substanz (limbisches System) mit psych.…

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Meskalin

[engl. mescaline], [PHA], Substanz aus der Reihe der Halluzinogene. Neurochemisch aktive Komponente des Peyotl-Kaktus. Strukturchemisch dem Noradrenalin verwandt. Wirkung innerhalb einer Std.…

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Methamphetamin

(= M.) [engl. methamphetamine], [PHA]Psychopharmakon aus der Klasse der Psychostimulanzien vom Typ der Amphetamine. Als süchtig machende Substanz nach Betäubungsmittelgesetz nicht käuflich.…

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Methohexital

(= M.) [engl. methohexital, methohexitone], syn. Methohexiton, [PHA], Pharmakon aus der Klasse der Hypnotika vom Typ der Barbiturate. M. hat bei intravenöser Applikation eine sehr rasch einsetzende…

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3,4-Methylendioxymethamphetamin (MDMA)

(= M.), [PHA], bereits 1914 synthetisiertes Psychopharmakon aus der Klasse der Psychostimulanzien vom Typ der Amphetamine. M. hat psychostimulierende und psychedelische Wirkungen bei Akutmedikation,…

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Methylxanthine

[engl. methylxanthines], [PHA]Psychopharmaka aus der Gruppe der Purinderivate, zu denen u. a. Theophyllin, Theobromin und Koffein gehören. Blockierung der Adenosin-Rezeptoren. Psych. Wirkungen sind…

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Metyrapon

(= M.) [engl. metyrapone], syn. Metopiron, [PHA], Substanz, die über die Hemmung des Enzyms 11-Beta-Hydroxylase die Synthese von Kortisol und Aldosteron hemmt und damit die Umwandlung der letzten…

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MHPG

, Abk. für 3-Methoxy-4-Hydroxyphenylglykol, [BIO], Abbauprodukt (Metabolisierung) von Noradrenalin nach den Zw.stufen Normetanephrin und 3-Methoxy-4-Hydroxyphenylglycoaldehyd (MHPGA). Es wurde früher…

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Mianserin

[engl. mianserine], [PHA]Psychopharmakon aus der Reihe der neuartigen tetrazyklischen Antidepressiva. Im Vergleich zu anderen Stoffen wenig vegetative Nebenwirkungen. Komplexer Wirkungmechanismus in…

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Mineralkortikoide

(= M.) [engl. mineralocorticoids], [PHA]Hormone der Nebennierenrinde (Zona reticularis) mit Wirkungen auf den Mineralstoffwechsel, so u. a. Natriumretention und Kaliumexkretion, wodurch eine normale…

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Mischanalgetika

[engl. compound analgesics], Analgetika, syn. Kombinationsanalgetika, [PHA], Mittel gegen Schmerz, fixe Kombination aus einem Analgetikum und einem weiteren analgetischen Stoff bzw. Zusatzstoff, meist…

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Monoaminooxidase

[engl. monoaminooxidase], Abk. MAO, [BIO], Enzym, das u. a. am Abbau von NoradrenalinSerotonin und Dopamin beteiligt ist. Bisher konnten zwei versch. MAO-Enzyme, MAO-A und MAO-B, nachgewiesen…

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Monoaminooxidase-Hemmer

(= M.) [engl. monoamine oxidase inhibitors], Abk. MAO-Hemmer, [PHA], Psychopharmaka aus der Gruppe der Antidepressiva, die das Noradrenalin oder Serotonin abbauende Enzym Monoaminooxidase (MAO)…

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Morphin, Morphium

(= M.) [engl. morphine, morphium], [PHA], Hauptsubstanz des Opiums. Beeinflusst Arten von Opiat-Rezeptoren. Als Analgetikum häufige Verabreichung bei starken Schmerzen, etwa durch Tumore. Psych.…

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Muskarin

(= M.) [engl. muscarine], [PHA], im Fliegenpilz enthaltener Stoff mit stark erregender (direkter) Wirkung auf die (cholinerg) postganglionären parasympathischen Synapsen; chemisch verwandt mit Acetylc…

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Muskarinagonisten

(= M.) [engl. muscarinic agonists; gr. αγωνιστής (agonistes) Wettkämpfer], [PHA], Substanzen, die über Muskarinrezeptoren (Muskarincholinerge Wirkungen entfalten. Viele M., so Pilocarpin oder…

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Muscimol

[engl. muscimol], [BIO, PHA], chemischer Stoff, strukturverwandt mit GABA, mit invers-agonistischer Wirkung auf GABAA-Rezeptoren. In Fliegen- und Pantherpilz enthalten, Metabolit des Giftes…

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Muskelrelaxanzien

(= M.) [engl. muscle relaxants; lat. relaxare lockern, lösen], [PHA], Stoffe, die die Spannung der Skelett-Muskulatur (Muskeltonus) reduzieren, die psych. oder neurologisch bedingt sein kann, so durch…

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Mutterkornalkaloide

[engl. ergot alkaloid], [PHA], im Mutterkorn vorkommende Stoffe, chemische Alkaloide. Wichtige Stoffe sind Ergotamin- und Ergotoxinderivate. Erstere spielen eine Rolle bei der Behandlung von Migräne.…

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Narkose

[engl. narcosis; gr. νάρκωσις (narkosis) Betäubung, Erstarrung], [PHA], durch Pharmaka (Narkotika) hervorgerufener reversibler Zustand allg. Funktionshemmung des ZNS (Nervensystem), der (1)…

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Narkotika

(= N.) [engl. narcotics; gr. νάρκωσις (narkosis) Betäubung, Erstarrung],syn. Narkosemittel und Allg.ästhetika, [PHA], Substanzen zur Ausschaltung des Bewusstseins während chirurgischer Eingriffe. N.…

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Neuropharmaka

(= N.) [engl. neuropharmaceutical drugs, neurotropic drugs; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [PHA], Stoffe, die die Aktivität des NS (Nervensystem) direkt und überwiegend beeinflussen. Direkt heißt, dass…

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Neuroprotektiva

[engl. neuroprotectives; gr. νεῦρον (neuron) Nerv, lat. protectio Schutz], [BIO, PHA], Stoffe, die Neuronen gegen schädigende Einwirkungen (meist Energiedefizit des Gehirns) schützen, etwa gegen…

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Neuropsychopharmakologie

[engl. neuro-psychopharmacology; gr. νεῦρον (neuron) Nerv], [PHA], einerseits ein Teilgebiet der Pharmakologie, andererseits Sammelbez. für alle Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit den…

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