abergläubisches Verhalten

 

[engl. superstitious behavior], [KOG], nach Skinner (1948) ein Verhalten, das nach einem Verstärkerplan mit festen Intervallen gehäuft auftritt, weil es zufällig vor einer Verstärkung eingetreten ist, und das relativ lange ohne weitere Verstärkungen beibehalten wird. Es ist also ein operantes Verhalten i. S. des operanten Konditionierens. Der Ausdruck soll u. a. exzessiven Widerstand gegen die Auslöschung beschreiben. Kritiker (Frankel, 1971) haben darauf hingewiesen, dass der Ausdruck im Bezugssystem des deskriptiven Behaviorismus inkonsequent ist, weil in ihm keine anderen Kriterien für Verstärkerwirkungen gelten als das Häufigerwerden von Verhaltenseinheiten. Man könne also nicht entscheiden, ob ein Verhalten instrumentell oder abergläubisch sei.

Referenzen und vertiefende Literatur

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