Absorption

 

(= A.) [engl. absorption; lat. absorbere verschlingen, verschlucken], [PHA], bez. in der Psychopharmakologie allg. die Aufnahme einer Substanz von einem beliebigen Applikationsort in ein sog. zentrales Kompartiment, i. d. R. den Blutkreislauf. Bei intravenöser Gabe wird die A. umgangen. Voraussetzung für die A. ist, dass die Substanz in Lösung geht und in der Lage ist, biol. Membranen zu überwinden. Die meisten Arzneimittel werden oral eingenommen, dann ist mit A. die Aufnahme aus dem Verdauungstrakt gemeint. Weitere A.wege sind die Aufnahme über die Haut, Muskulatur, die Lungenalveolen, die Nasenschleimhaut. Die A. hängt ab von der Größe und den physikochem. Eigenschaften des aufgenommenen Moleküls, insbes. von Ionisierbarkeit und Fettlöslichkeit. Eine Substanz kann durch versch. Mechanismen absorbiert werden, durch Diffusion durch Lipidschichten oder Poren, durch erleichterte Diffusion, aktiven Transport unter Verbrauch von Energie, durch Endozytose, Diffusion oder Filtration über interzelluläre Spalten. Bei der A. passieren Arzneimittel die Magen-Darm-Wand und müssen dabei, ebenso wie bei der späteren Wanderung zum Erfolgsorgan, viele biol. Membranen überwinden. Zellmembranen bestehen aus einer Lipiddoppelschicht mit eingelagerten Proteinmolekülen.

Verwendete Literatur

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