Abstraktion

 

(= A.) [lat. abstrahere abziehen], [KOG], bez. den Prozess oder das Ergebnis der kogn. Verarbeitung von Reizen, bei der grundlegende strukturdefinierende Eigenschaften hervorgehoben werden, und Aspekte, die lediglich für die spezif., situative und indiv. Reizkonstellation gültig sind, unterdrückt oder ignoriert werden. A. entspricht der Identifikation oder Repräsentation generalisierbarer, stabiler und systematischer Merkmalsinformationen, die den Reiz als Element einer allgemeineren Kategorie oder Klasse auszeichnen. Bspw. stellen Stereotype oder Modelle Abstraktionen der Realität dar. A. ist dabei gegensätzlich zu konkretem Denken und Verhalten (abstraktes und konkretes Verhalten).

Generalisierende A. bez. die Identifikation/Repräsentation charakterisierender allg. Eigenschaften von Reizen, die diese als Element einer Kategorie auszeichnen (z. B. kritische Merkmale, die die Erkennung einer menschlichen Figur oder Mimik auslösen). Isolierende A. bez. die Identifikation/Repräsentation kritischer oder typischer Eigenschaften, die eine Identifikation eines spezif. Objekts ermöglichen (z. B. analoge Symbolisierung spezif. Gefahrenquellen auf Verkehrsschildern; Karrikatur eines spezif. Politikers). Idealisierende A. bez. die Identifikation eines idealen oder prototypischen Objekts einer Kategorie (z. B. der ideale Verlauf eines Therapieprozesses).

Referenzen und vertiefende Literatur

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