Änderungssensitivität

 

[engl. sensitivity to (measure) change], [DIA, FSE, KLI], kennzeichnet die Möglichkeiten und Grade, Veränderungen durch ein psychometrisches Verfahren abzubilden (Ansatz i. R. der Veränderungsmessung). Grundgedanke bei der Entwicklung von Testverfahren ist es, solche Items auszuwählen, die z. B. aufgrund von Interventionen veränderbar sind. Bei der Konstruktion von Verfahren sind unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar: (1) explizite Selektion von sog, änderungssensitiven Items, (2) nachträgliche Evaluation eines Instrumentes (z. B. Mittelwertsvergleiche in einem Prä-Post-Design bei State-Merkmalen oder Bestimmung von Effektstärken). Bei der praktischen Entwicklung von Testverfahren wird der Gedanke jedoch kaum berücksichtigt und oft auch nachträglich nur unzureichend oder gar nicht geprüft. Eine Ausnahme im dt. Sprachbereich stellt die Kieler Änderungssensitive Symptomliste (KASSL) von Zielke (1979) dar.

Referenzen und vertiefende Literatur

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