Äquivalenz, populationsspezifische

 

(= p. Ä.) [engl. equivalence, group-specific], [DIA], bei der Umsetzung von Papier-Bleistift-Tests auf Computer sind neben der Frage nach der psychometrischen Äquivalenz der Testversionen auch die nach der perzipierten Äquivalenz und der individuumspezif./p. Ä. Bedeutung. Die p. Ä. adressiert die Frage, ob die Abhängigkeit der Testergebnisse von indiv. oder p. Merkmalsausprägungen für beide Testvarianten identisch ist. Unterschiede in der Abhängigkeit würden die p. Ä. verletzen. Wenn z. B. in der Papierversion kein Alterseffekt hinsichtlich der Testwerte zu verzeichnen ist, aber in der Computervariante ältere Personen geringere Testwerte erzielen als jüngere, wäre die p. Ä. verletzt, da die Testversionen im Hinblick auf das demografische Merkmal Alter nicht gleich funktionieren. Ebenso wäre die p. Ä. nicht gegeben, wenn zw. Testteilnehmern mit geringer und umfangreicher Computererfahrung in der Papierversion kein Testwertunterschied bestünde, aber in der Computerversion Personen mit umfangreicher Computererfahrung besser abschnitten als solche mit geringer Computererfahrung. Gibt es hingegen gleiche Abhängigkeiten über beide Testversionen, ist die p. Ä. nicht verletzt (z. B. wenn Frauen in beiden Versionen höhere Testwerte (mit der gleichen Effektgröße) erzielen als Männer). Computergestütztes Testen.