agency-communion

 

[engl.] Eigenständigkeit-Gemeinschaft, [PER, SOZ]Bakan (1966) führte die beiden Begriffe als «Dualität der menschlichen Existenz» ein. Agency betont die Eigenständigkeit eines Individuums und manifestiert sich in Selbstschutz, Selbstbehauptung und Selbstentfaltung. Man strebt nach Kontrolle und Einfluss. Communion manifestiert sich im Streben nach Gemeinschaft mit anderen, nach Teilhabe, Kooperation und Bindung. Das Verhalten wird am Wohl der Gemeinschaft ausgerichtet. Agency und communion können auch neg. Ausprägungen annehmen, insbes. dann, wenn die Extremausprägung der einen nicht durch Aspekte der anderen «abgemildert» wird, also keine Integration gelingt. Die Idee, dass es diese beiden grundlegenden Themen im menschlichen Leben gibt, ist bereits in alten phil. Diskursen zu entdecken. Auch in anderen Bereichen der Ps. lassen sich Entsprechungen finden, z. B. in der PsychoanalyseAdlers mit der Unterscheidung von Machtstreben vs. Gemeinschaftsgefühl (Adler, 1928), der Motivps. von McAdams (1988) mit der Unterscheidung von Machtmotiv und Intimitätsmotiv oder der Persönlichkeitstheorie von Paulhus und Trappnell (2008), die Tendenzen der Selbstdarstellung nach «super-heroe» (agency) vs. «saint» (communion) unterteilen. Agency und communion sind auch Bez. für die Basisdimensionen sozialer Urteilsbildung (Urteilsbildung, Dimensionen).

Referenzen und vertiefende Literatur

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