Ainsworth, Mary D. Salter

 

(1913–1999), [EW, PER, SOZ, HIS]. Mary Dinsmore Salter Ainsworth wurde in Glendale, Ohio, geb. Sie wuchs in Kanada auf und studierte in Toronto Ps. bis zur Promotion (1939). Nach ihrer Tätigkeit beim kanad. Militär (ab 1942) wurde sie 1945 in Toronto Assistenzprofessorin. In London lernte sie John Bowlby kennen, durch den sie zur Untersuchung der frühen Mutterentbehrung von Kindern veranlasst wurde. 1954 begleitete sie ihren Mann nach Kampala, Uganda, wo sie eine Längsschnittstudie zur frühen Mutter-Kind-Beziehung durchführen konnte. Ainsworth lehrte ab 1955 an der Johns Hopkins University und ab 1974 an der University of Virginia, wo sie 1984 in Ruhestand ging. Ainsworth nutzte ab den siebziger Jahren den Fremde Situations Test (FST) (strange situation procedure, SSP), eine standardisierte Beobachtungssituation für einjährige Kinder, um Bindungsstile (patterns of attachment, Bindung) zu erforschen. Wichtig war für Ainsworth u. a., ob Kinder Angstreaktionen zeigten, wenn die Mutter kurzzeitig den Raum verließ, und wie sich die Kinder nach der Rückkehr der Mutter verhielten. Zus. mit Bowlby und ihrem eigenen Team entwickelte Ainsworth eine wegweisende Theorie der Bindungsstile (Ainsworth et al., 1978), die zunächst drei Bindungsstile unterschied: sicher, unsicher-vermeidend und unsicher-ambivalent.

Referenzen und vertiefende Literatur

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