Aktivität, körperliche; Förderung

 

(= F.), syn. Aktivitätsförderung, [GES], Maßnahmen und Aktivitäten zur F. (Aktivität, körperliche) dienen der Befähigung von Menschen, Kontrolle über diese Gesundheitsdeterminante zu erhöhen und die Gesundheit (Gesundheitszustand, funktionaler) zu stärken. An größere Bevölkerungsgruppen gerichtete Informations- und Werbekampagnen haben sich v. a. als Instrument zur Sensibilisierung für Risikoverhalten (z. B. gewohnheitsmäßiges oder erzwungenes Stillsitzen als Lebensalltag, engl. sedentariness) und das Bekanntmachen von Lösungsmöglichkeiten bewährt. Für verhaltensorientierte Interventionen (Beratungs- und Trainingsprogramme), die theoretisch fundiert sind, sind moderate verhaltensverändernde Effekte nachgewiesen. Stadien- und Strukturmodelle von Gesundheitsverhalten, die z. B. motivationale und volitionale Prozesse der Sportteilnahme erklären, können dazu genutzt werden, Interventionsinhalte zu spezifizieren (z. B. Steigerung der aktivitätsbezogenen Selbstwirksamkeitserwartung) und/oder diese adressatengerecht «maßzuschneidern» (engl. tailored intervention). Bspw. erlaubt das Transtheoretische Modell die Spezifikation von Maßnahmen für Personen im prä-dezisionalen, prä-aktionalen, aktionalen oder Verhalten aufrechterhaltenden Stadium. Neben zielgruppen- und personenspezifisch zugeschnittenen Programmen gewinnen im Zuge weiterentwickelter, interaktiver Informationstechnologien selbstzugeschnittene Programme [engl. self-tailored interventions] an Bedeutung. Ökologische Modelle der F. erweitern die individuumsbezogene Verhaltensbetrachtung um Spezifika des Verhaltenssettings (z. B. Wohn-, Arbeitsplatz-, Schulumgebung) und politische Rahmenbedingungen (z. B. Städtebau, Sportentwicklungsplanung).

Referenzen und vertiefende Literatur

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