Alkohol

 

(= A.) [engl. alcohol], [BIO, PHA], chemisch Äthylalkohol, einer der am meisten ge(miss)brauchten untersuchten psychotropen Stoffe, pharmakol. den ZNS-dämpfenden Stoffen zugerechnet. Pharmakol. ist A. den Hypnotika und wegen einiger Wirkungen auch dem Narkotikum Diäthyläther vergleichbar. Da A. millionenfach akut und chronisch genommen wird, sind die Wirkungen grundsätzlich zu differenzieren. Akutwirkungen sind stark dosisabhängig: A. kann aber eine Vielfalt z. T. gegensätzlicher Wirkungen entfalten (anregende vs. sedierende, stimmungsaufhellende vs. -dämpfende, anxiolytische vs. anxiogene, aggressionsfördernde vs. -dämpfende Wirkungen). Vielfach nachgewiesen ist die inter- und intraindiv. Wirkungsvariabilität, sodass es nicht möglich ist, genaue Wirkungsmerkmale aufzuführen. Wichtige Moderatoren sind neben Dosis, Zubereitungsart, Beimischung und Wirkungszeitpunkt (ansteigende vs. abfallende Konzentration) der situative, bes. der soz. Kontext und Persönlichkeitsmerkmale wie Extraversion und Neurotizismus. Sicher ist, dass die Dosen, die zu müde machenden, stimmungsaufhellenden, anxiolytischen und leistungsbeeinträchtigenden Wirkungen bei versch. Personen führen, stark differieren. Chronische Alkoholzufuhr höherer Dosen hat bedeutende toxische Wirkungen. Neurotoxische Wirkkomponenten sind verbunden mit Leistungsdefiziten und dem Auftreten emotionaler, motivationaler und sozialer Störungen. Alkoholismus.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.