Alkoholentzugssyndrom

 

[engl. alcohol withdrawal syndrome], [KLI, PHA], das Alkoholentzugssyndrom stellt eine typische Symptomkonstellation dar, die nach Beendigung eines längerfristigen, höherdosierten Alkoholkonsums (i. d. R.: Alkoholabhängigkeit) entsteht. Neurobiol. Grundlage des Alkoholentzugssyndroms ist das Überwiegen glutamaterger Erregung des Zentralnervensystems über die GABAerg vermittelte Hemmung. Die Symptome entstehen i. d. R. rasch, innerhalb von Std., nach Beendigung des Alkoholkonsums, bei Schwerstabhängigen kann ein Alkoholentzugssyndrom bei noch bestehender Alkoholisierung entstehen. Typische Symptome sind Tremor (= Zittern), Bluthochdruck (Hypertonie) und Tachykardie (= beschleunigter Puls), Hyperhidrosis (= vermehrte Schweißneigung), Übelkeit und Erbrechen sowie starke innere Unruhe und Schlaflosigkeit. Schwere Manifestationen des Alkoholentzugssyndroms sind epileptische Anfälle (sog. Alkoholentzugsanfälle) und das Alkoholentzugsdelir. Um diese zu vermeiden, erfolgt die Behandlung (sog. Alkoholentgiftung) i. d. R. stationär. Die Dauer des Alkoholentzugssyndrom beträgt i. d. R. wenige Tage bis max. eine Woche.