Analeptika

 

(= A.) [engl. analeptics; gr. ἀνά (ana) hinauf, hindurch, λεπτός (leptos) dünn, klein], syn. zentrale Analeptika, Konvulsiva, [PHA], Stoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen, die auf zentrale Regulationszentren des ZNS und VNS (Nervensystem) anregend oder auch erregend (krampfauslösend) wirken. Einige Stoffe wie Picrotoxin und Pentylentetrazol (Pentetrazol) sind Agonisten des NeurotransmittersGABA (GABA-A-Rezeptoren). Sie wurden früher zur Krampftherapie (Schocktherapie) von Depression eingesetzt. Weitere Stoffe sind u. a. Nikethamid, Strychnin, das ein Antagonist von Glycin ist. Zur Anregung des Kreislaufs benutzte A. werden auch als Kreislauf-A. bez. Sofern psych. Wirkungen im Vordergrund stehen, wird von Psychoanaleptika oder Psychostimulanzien gesprochen. Dies sind u. a. Coffein und Amphetamine. A. werden u. a. bei Überdosierung und Vergiftung von Narkotika/ Hypnotika angewendet. In psychol. Experimenten wurden A. in der Gedächtnisforschung eingesetzt. Die Annahme dabei war, eine Gedächtnisverbesserung durch Erhöhung zentralnervöser Erregung zu erreichen.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.