Anforderungsanalyse

 

(= A.) [engl. demand analysis], [AO, DIA], ist nach der DIN 33430 die «systematische Analyse der Anforderungen und der Motivations-/Demotivationspotenziale der beruflichen Tätigkeiten mit dem Ziel der Ermittlung der Eignungsmerkmale von Personen, die bedeutsam dafür sind, dass die Person die erforderlichen Leistungen erbringt und mit dem zu besetzenden Arbeitsplatz, dem Aufgabenfeld, der Ausbildung bzw. der erforderlichen Ausprägungsgrade dieser Merkmale zufrieden ist» (Kersting & Klehe, 2018, S. 82 f). Blickle (2019) unterscheidet drei Gruppen von Methoden: (1) tätigkeitserfahrungsgeleitete, (2) arbeitsplatzanalytisch-empirische und (3) personenbezogen-empirische Methoden. Die erste Gruppe stützt sich auf das Erfahrungswissen von Experten. Es kann durch Interviews oder auch die Critical Incidents Technik erfragt werden. Die zweite Gruppe stützt sich auf vorausgehende Arbeitsanalysen, aus denen anschließend Anforderungen abgeleitet werden. Bei der dritten Gruppe werden die aus vorhandenen empirischen Untersuchungen vorliegenden Korrelationen zw. Prädiktoren und Berufserfolg (z. B. Korrelationen von Intelligenztests und Persönlichkeitsfragebogen mit Arbeitsleistungen) als Eignungstests zusammengestellt (s. auch Kersting & Klehe 2018).

Verwendete Literatur

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