Anforderungsbewältigung

 

(= A.), [AO], Begriff zur Bez. von Prozess und Ergebnis einer Aufgabenbearbeitung. Mit A. wird die Kompetenz beschrieben, mit der Aufgaben bearbeitet werden; dazu gehört die Auswahl und Anwendung von Strategien, die Handlungskontrolle und das Nutzen innerer und äußerer Ressourcen im Spannungsfeld zw. personalen und situationalen Voraussetzungen und der zu bewältigenden Aufgabe. Grundsätzlich ist A. ein reflexiver Vorgang, da während und nach der Bearbeitung der Aufgabe und ihrer Teilziele Rückkoppelungen über die Wirkung von Maßnahmen verarbeitet werden. Theorien zur A. sind u. a. Theorien zur Stressbewältigung, Handlungsregulation (Kontrolltheorien) und Motivation (Rubikonmodell der Handlungsphasen). Praktische Relevanz hat die A.forschung auf unterschiedlichen theoret. Hintergründen in nahezu allen Lebensbereichen. In der Arbeits- und Organisationspsychologie dient sie der Arbeitsanalyse und -gestaltung sowie der Personalauswahl, in der Päd. Ps. der Lernförderung. In der Klin. Ps. werden Störungen z. T. auf misslungene A. zurückgeführt und in der Psychotherapie funktionale A. entwickelt. Vor dem Hintergrund der Lebensspannenpsychologie wird unter A. als Schlüsselqualifikation auch die Fähigkeit verstanden, biografische Anforderungen auf dem Hintergrund sozialer Normen zu bewältigen, bspw. sich schnell wechselnden Anforderungen wie beruflicher Mobilität und Problemen im Zus.hang mit steigender Lebenserwartung anpassen zu können.

Verwendete Literatur

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