Angiotensin

 

(= A.) [engl. angiotensin], [BIO], Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). Zu unterscheiden sind Angiotensin I (AI) und II (AII). AI wird unter dem Einfluss des Angiotensin-converting-Enzym (ACE, Enzym) in AII umgewandelt. Vermehrte Bildung bei Minderdurchblutung der Niere und Hypovolämie. A. löst einerseits sehr starke, an den Gefäßen direkte und durch Aktivierung des gesamten sympathischen Nervensystems indirekte vasokonstriktorische Reaktionen aus. Andererseits stimuliert es Aldosteron-Ausschüttung in der Nebennierenrinde, welches Natrium und Wasser im Körper hält. Beides trägt zur Blutdrucksteigerung bei. Es wird angenommen, dass A. eine Rolle bei der Entstehung der essenziellen Hypertonie spielt. Bei größeren Blut- und Flüssigkeitsverlusten wird durch AII ein starkes Durstgefühl ausgelöst. A. ist auch ein Neuropeptid. Im Gehirn finden sich Subtypen von Angiotensin-Rezeptoren, die sowohl mit physiol. als auch mit psych. Vorgängen in Beziehung stehen. Insbes. besteht ein Zusammenhang mit Befindlichkeit und Gedächtnis.

Verwendete Literatur

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