Animationen

 

(= A.) [engl. animation; lat. animare anregen], [MD, PÄD], sind dynamische visuelle Repräsentationen, die häufig in computergestützten Lernumgebungen zum Einsatz kommen, da sie komplexe Systeme und Abläufe sparsamer als Texte darstellen können. Die lernförderliche Wirkung von A. ist jedoch umstritten, da sich in Vergleichsstudien mit statischen Bildern häufig keine positiven Effekte von A. gezeigt haben. Dieser Befund wird häufig durch zu hohe Komplexität, gepaart mit einer zu hohen Geschwindigkeit der dynamischen Informationen erklärt. Weiterhin scheint der Vorteil von A. v. a. in der Vermittlung motorisch-prozeduraler Abläufe zu liegen (Höffler & Leutner, 2007). Allgemein wird zw. systemgesteuerten und nutzergesteuerten A. unterschieden. Während der Lernende keinerlei Einfluss auf systemgesteuerte A. ausüben kann, bestehen bei nutzergesteuerten A. Möglichkeiten der Interaktion. Zum einen können A. Funktionen zur Kontrolle der Geschwindigkeit der dargebotenen Informationen anbieten (z. B. Stopp, Spulen). Durch diese Funktionalität erhofft man sich, eine durch die Flüchtigkeit von Informationen bei A. hervorgerufene kogn. Überlastung zu vermeiden. Zum anderen bieten A. die Möglichkeit, durch die Spezifikation von versch. Kennwerten die Inhalte der A. selbst zu verändern (Interaktivität). Ein Bsp. hierfür wäre eine A. zum Zusammenhang des Durchmessers eines Kreises mit dessen Umfang, bei der der Lernende den Durchmesser selbst einstellen kann und sich der in der Animation abgebildete Kreis an diese Angabe anpasst.

Referenzen und vertiefende Literatur

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