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(= A.) [engl. to instruct, to teach], [PÄD], A. von und Beraten bei Lernprozessen (Lehr-Lern-Prozesse) sind wesentlich durch das verbale Verhalten der Lehrpersonen best. In Lernprozessen, ganz bes. in den weniger frontal organisierten, in denen Lehrpersonen eher die Rolle von Lernhelfern einnehmen, orientieren sich Schüler, sie planen (Planen), entscheiden (Entscheiden) und handeln (Handlung). Jedoch auch in eher frontal organisierten Unterrichtssituationen, in denen die zentralen Planungs- und Entscheidungssituationen durch die Lehrpersonen best. werden, ist es für die Schüler wichtig, orientiert zu sein oder sich zu orientieren, über das, was und wie sie etwas erreichen sollen. Diese Leistungen sind u. a. abhängig von Anleitung und Beratung. Schulze, Langer & Tausch (Schulz von Thun, 2010a) identifizierten in Studien folgende verständlichkeitsfördernde Dimensionen: Einfachheit (vs. Kompliziertheit), Gliederung-Ordnung (vs. Unübersichtlichkeit, Zusammenhanglosigkeit), Kürze-Prägnanz (vs. Weitschweifigkeit), zusätzliche Stimulanz (vs. keine zusätzliche Stimulanz). V. a. im amerikanischen Sprachraum finden sich im Kontext der Teacher-Effectiveness-Forschung (Schuleffektivität) eine Reihe ähnlicher Ergebnisse. Die dort entwickelten Hinweise für das verbale Verhalten von Lehrpersonen gehen von einem sehr weitgefassten Begriff des Erklärens aus, der aber durchaus Beschreibungen und Anleitungen mit einbezieht. Einige wichtige Hinweise sind: Den Lernenden Zielorientierungen (Ziele) geben, strukturiert vortragen, bei längeren Aussagen oder Vorträgen Vorstrukturierungen voranstellen, Komplexität beschränken, Vagheit vermeiden, mit Konkretisierungen und Bsp. nicht sparen, Dynamik und Enthusiasmus zeigen und Aussagen gewichten. Instruktion, Instruktionsmethoden.

Verwendete Literatur

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