Anmutung

 

[engl. impression], [WA], die Weise, wie Wahrnehmungen und Vorstellungen emot. beeindrucken bzw. Gefühle auslösen. Die von einem Objekt ausgehende Anmutung bezeichnete v. Dürckheim als dessen Anmutungsqualität.

[WIR], die Anmutung ist ein in der Werbepsychologie eingeführter Begriff für den ersten Eindruck i. d. R. affektiver Art, den ein wahrnehmbarer Reiz hinterlässt. Nach der Genetischen Ganzheitsps. besteht die aktualgenetische Erfahrung (Aktualgenese) eines Reizes in der Anmutung als erstem, oft nicht bewusstem Wahrnehmungsschritt. Im Rahmen der Genetischen Ganzheitsps. wurden Verfahren der «gelockerten Reizbindung» entwickelt, um den «Anmutungscharakter» eines Stimulus zu prüfen, der als Gefühlseindruck der Wahrnehmung vorausgeht bzw. ihre erste Komponente ist. Bsp. für Methoden zur Lockerung der Reizbindung sind die zeitliche Verkürzung der Betrachtungsdauer durch ein Tachistoskop, die Verseitlichung der Reizvorlage mithilfe eines Perimeters und die Verdunklung durch ein Nyktoskop.

Referenzen und vertiefende Literatur

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