Apex-Spiele

 

[engl. apex-games; lat. apex Spitze, Gipfel], [SOZ], sind Koalitionsspiele (Koalitionsspiele) bei denen ein Spieler, der sog. Apex-Spieler (= A.), eine bes. starke strategische Position hat, da er durch eine Koalition mit jedem beliebigen anderen Spieler eine gewinnbringende Zweierkoalition bilden kann. Alternativ kann einzig der Zusammenschluss aller übrigen Spieler in einer großen Koalition ohne den A. gewinnen. In solchen Situationen ist häufig ein Erfolg des A. i. S. einer hohen Auszahlung innerhalb einer erfolgreichen Zweierkoalition zu beobachten. Die Möglichkeit zur Blockbildung unter den schwächeren Spielern kann dessen Auszahlung jedoch vermindern. Denn der A. ist kein Diktator mit Vetomacht und muss daher befürchten von der erfolgreichen Koalition aller anderen Spieler im neg. Fall ausgeschlossen zu bleiben, was seine Verhandlungsposition etwas abschwächt. Je mehr Spieler beteiligt sind, desto stärker ist jedoch die Verhandlungsposition des A. Denn die Bildung einer großen Koalition gegen ihn ist bei vielen Mitspielern komplexer und die Möglichkeiten zur Herauslösung eines einzigen Spielers aus einer solchen potenziellen Koalition steigen mit der Spielerzahl. Erklärungsansätze für die Koalitionsbildung liefern die Verhandlungstheorie von Komorita und Chertkoff und zahlreiche spieltheoretische Ansätze (Güth, 1999; Schwarze, 1983).

Referenzen und vertiefende Literatur

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