Arbeit, geschlechtsspezifische Aspekte

 

[engl. labor, genderspecific aspects], [AO], Forschungsergebnisse zeigen typische Unterschiede zw. erwerbstätigen Frauen und Männern. Frauen finden sich selten in den höchsten Führungspositionen, überproportional dagegen in Berufen der niedrigen Qualifikationsstufen. Sie stoßen bildlich beschrieben, an einen «glass ceiling» (Cotter et al.  2001), sehen zwar die höheren Positionen, treffen aber auf eine Barriere, die schwer zu durchbrechen ist. Der Handlungsspielraum in ihren Tätigkeiten ist geringer und die Belastungen sind höher. Seltener als Männer sind Frauen in dauerhaften Vollzeitarbeitsverhältnissen beschäftigt. Die Untersuchung der Unterschiede im Führungsstil zw. Frauen und Männern sowie frauentypischen Arbeitsbedingungen wurde lange Zeit sehr vernachlässigt und kann als «blinder Fleck» der Arbeits- und Organisationspsychologie angesehen werden (Resch et al., 1993). Bei der Erforschung der Arbeit von Frauen ist nicht nur die Erwerbsarbeit, sondern zugleich die Haus- und Familienarbeit einzubeziehen. Sie kann mit dem Verfahren zur Analyse von Arbeit im Haushalt (AVAH) im Hinblick auf Anforderungen und Belastungen analysiert werden. Der Begriff der Arbeit wird dabei weiter gefasst definiert und schließt auch unbezahlte Arbeit mit ein. Genderunterschiede und Mehrfachbelastungen in der Arbeit im Beruf und in der Familie erfordern eine geschlechtssensible Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit (Bargfrede et al., 2004).

Verwendete Literatur

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