Astrologie

 

(= A.) [engl. astrology; gr. ἄστρον (astron) Stern, λόγος (logos) Wort, Lehre], Sterndeutekunst, Lehre von der angeblichen Abhängigkeit des Schicksals bzw. der Wesensart des einzelnen Menschen (auch ganzer Völker und Staaten) von der Stellung und dem Lauf der Gestirne. Grundlage der Deutung ist das Horoskop, das nach der Konstellation der Sterne (z. B. in der Geburtsstunde eines Menschen) gebildet wird. 1978 gelang es dem Astrologen Mayo, die Persönlichkeitsforscher H. J. Eysenck und seinen Mitarbeiter White zu einer groß angelegten Studie zu gewinnen. In dieser Untersuchung sollte geklärt werden, inwieweit ein Zusammenhang zw. Sternzeichen und der Ausprägung von Persönlichkeitsmerkmalen besteht. Über 2000 Personen wurden mit den entspr. Tierkreiszeichen und einem angepassten Selbstbeurteilungsfragebogen untersucht. Die korrelative Auswertung ergab einen konsistenten Zusammenhang zw. den beiden Variablen. Die Publikation schlug hohe Wellen in den Medien, zumal andere Forscher in Replikationsstudien den Befund bestätigten. 1979 gelang Pawlik und Buse jedoch die Widerlegung der Hypothese: In einer Kontrolluntersuchung (Pawlik & Buse, 1979) wurde noch eine weitere Variable, nämlich die Informiertheit bzw. Un-Informiertheit über A. erhoben. Mit einer entspr. Auswertung konnte gezeigt werden, dass die bloße Kenntnis von Sternzeichen-Typologie und der Glaube daran die Selbstbeurteilung determinieren.

Verwendete Literatur

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