Audiometrie

 

(= A.) [engl. audiometry; lat. audire hören, gr. μέτρον (metron) Maß], [WA], Messung der Hörschwelle für einzelne Töne, ursprünglich mit Stimmgabeln, später mit Audiometern (Frequenzgeneratoren). Differenzierung zw. Mittelohr- und Innenohrschwerhörigkeit erfolgt durch Anbieten der einzelnen Töne über Gehörgang und Trommelfell einerseits und über Schädelknochen andererseits. Überschwellige A. dient zur Differenzierung der versch. Formen der Innenohrschwerhörigkeit. Sprach-A. mit Wort- und Zahlengruppen auf Tonband oder anderem akustischen Datenträger erlaubt einen Vergleich mit stat. Normwerten.

Kinder-A. (Pädaudiometrie): Besondere Verfahren, die zur Bestimmung des Gehörs bei Kindern im Vorschulalter dienen. Beobachtung der Kinder bei Anbieten von Tönen und Geräuschen (Spiele-A.). Beobachtung akustisch ausgelöster Reflexe wie Moro-Reflex, Pupillenreaktion u. a. Objektive Hörmessung vorwiegend im Kindesalter durch Reflex-(Impedanz-)Audiometrie (Registrierung des Stapediusreflexes), EEG-Audiometrie (syn. E. R. A. Computer-A.) und Cochleografie (Messung der Erregung an Gehirn und Schnecke, Ohr; Auswertung mit Computer).

Weber’scher Versuch: Lateralisation des Klangs der auf der Scheitelmitte aufgesetzten Stimmgabel. LEE-Effekt, Lombard-Effekt.