Aufmerksamkeitsstörungen

 

(= A.) [engl. attention disorders], [KLI, KOG], Störungen der Aufmerksamkeit stellen eine häufige Folge von Hirnschädigungen unterschiedlichster Ätiologie dar. Nach aktuellen Theorien muss davon ausgegangen werden, dass Aufmerksamkeit keine einheitliche Funktion ist, sondern in mind. vier Teilfunktionen (alertness, längerfristige Aufmerksamkeitszuwendung, selektive Aufmerksamkeit, geteilte Aufmerksamkeit) untergliedert werden kann. Entspr. kann auch die Symptomatik von Pat. mit A. in Abhängigkeit der betroffenen Teilkomponente(n) (d. h. in Abhängigkeit von Lokalisation und Art der Hirnschädigung) stark variieren. Störungen der alertness äußern sich i. d. R. durch mangelnde Ansprechbarkeit, Desorientiertheit, geringe Belastbarkeit und vermehrte Müdigkeit. Auch bei Störungen der längerfristigen Aufmerksamkeitszuwendung zeigen die Pat. eine schnelle Ermüdung sowie ein vermehrtes Pausenbedürfnis bei Tätigkeiten jeglicher Art. Die Durchführung längerer Arbeiten ist ihnen kaum noch möglich. Störungen im Bereich der selektiven Aufmerksamkeit äußern sich in erster Linie durch eine erhöhte Ablenkbarkeit der Betroffenen. Pat. mit Defiziten im Bereich der Aufmerksamkeitsteilung scheitern in Situationen, die die simultane Beachtung mehrerer Aspekte erfordern.

Verwendete Literatur

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