Bandbreite

 

(= B.) [engl. bandwidth], [KOG], Maß für das Verhältnis von Informationsmenge und -güte je Zeiteinheit. Es können über einen Kanal entweder sehr viele «Nachrichten» nur ungenau oder aber wenige, diese sehr genau übertragen werden. Cronbach und Gleser (1957) haben den aus der Informationstheorie übernommenen Begriff und den komplementären Begriff der Wiedergabegenauigkeit (fidelity, Fidelität) auf die psychodiagnostische Datensammlung angewendet. Bei der Auswahl der Verfahren für eine diagn. Datensammlung hat sich der Untersucher für ein angemessenes Verhältnis zw. B. und Genauigkeit zu entscheiden. Sollen z. B. für die Berufsberatung in einer zur Verfügung stehenden Zeit die berufsbezogenen, allg. Leistungen getestet werden, so kann entweder eine Leistung mit mehreren Tests sehr genau, oder mehrere Leistungen (sprachliche, rechnerische) mit nur je einem Test ungenau erfasst werden. Die psychometrischen Testverfahren (Psychometrie) sind i. d. R. auf große Genauigkeit hin konzipiert, während die projektiven Tests eher eine große Bandbreite besitzen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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