Behandlungsablehnung

 

(= B.) [engl. refusal of treatment], [GES, KLI], unter B. ist das Verhalten von Personen zu verstehen, die sich nach einer diagn. Phase und korrekter Indikationsstellung sowie nach Aufklärung über ein anstehendes Behandlungsverfahren gegen die Durchführung der Therapie entscheiden. Vielfach wird in diesem Kontext auch von Therapieverweigerung gesprochen, weil ein entspr. Verfahren noch nicht zur Anwendung gelangt ist. Misserfolge (Misserfolg, psychotherapeutischer) aus diesem Bereich sind nicht einem spez. therap. Verfahren anzulasten, sie gehen vielmehr auf das Konto der Akzeptanz therap. Maßnahmen im Vorfeld der Behandlung (Makro-Aspekt). Nach Studien liegt die Rate der B. im Bereich von 5–25 %, wobei unterschiedliche Faktoren geltend gemacht werden: Aspekte der Vor-Information, motivationale Aspekte (Behandlungsmotivation), Merkmale des Therapeuten oder auch situative Bedingungen wie die Entfernung einer Behandlungseinrichtung vom Wohnort. Als praktische Konsequenz aus diesem Bereich von Misserfolgen wäre neben der Entwicklung effizienter Therapieverfahren auch entspr. Aufwand hinsichtlich der Erreichbarkeit und Akzeptanz des Verfahrens sinnvoll, etwa korrekte Information über den Ablauf sowie die Chancen und Risiken von Psychotherapie.

Verwendete Literatur

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