Beschwerdenvalidierungstests

 

(= B.) [engl. symptom validity test], [DIA, GES, KLI], Testverfahren zur Beschwerdenvalidierung. Ursprünglich wurden B. als Simulationstests aufgefasst, jedoch lässt sich aus den Testergebnissen keine direkte Aussage darüber ableiten, ob eine Simulation oder Aggravation bei der untersuchten Person vorliegt (Verdeutlichung). Es können lediglich Aussagen über die Kooperativität in der Untersuchung und damit über die Gültigkeit der in anderen Verfahren (Leistungsdiagnostik, Selbstbeurteilung) ermittelten Ergebnisse abgeleitet werden, für weiterreichende Schlüsse müssen mehr Informationen herangezogen werden. Der engl.sprachige Begriff wurde erstmals von Pankratz benutzt. Ursprünglich war der Begriff des B. auf Alternativwahlverfahren (engl. forced choice method) beschränkt, die auf der Basis einer zufallskritischen Analyse des Antwortverhaltens gezielte Manipulationen durch Pbn nachzuweisen gestatten. Solche Verfahren sind sowohl als einzelfallexp. Anordnungen konstruierbar als auch als standardisierte Tests kommerziell verfügbar. Später wurden auch Tests mit anderen Antwortformaten als B. bez. I. w. S. können alle psychometrischen Verfahren, Testwerte und Indikatoren, die zur Erkennung eingeschränkter Kooperativität von Pbn herangezogen werden, als B. verstanden werden. Nach dieser Ansicht gehören auch sog. eingebettete Validitätsindikatoren zu den B. Kogn. B. sind Tests zur Überprüfung der Validität der Ergebnisse von Leistungstests, auch Leistungsvaliditätstests genannt [engl. performance validity test]; psychol. B. sind Fragebögen und Kontrollskalen zur Überprüfung der Validität geltend gemachter Beschwerden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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