Besonnenheit

 

(= B.) [engl. considerateness, deliberateness], [EM, KOG], Zustand mit geordneter und zielgerichteter Bewusstseinstätigkeit und durchschnittlicher Klarheit und Deutlichkeit der Bewusstseinsinhalte, bei Abwesenheit intensiver Affekte. Der Zustand der B. ist also durch eine ausgeglichene Gefühlslage und durch überlegte, d. h. in ihren Folgen bedachte Handlungen gekennzeichnet. Bei den Griechen war die B. in der Form der Sophrosynie (Platon) eine Kardinaltugend (Lebensführung im Sinne der Mäßigung).