Bewerberpool

 

(= B.) [engl. applicant pool; pool Becken, Fundus], [AO, WIR], der Begriff B. wird in zwei Varianten verwendet. Zum einen beschreibt er die Gesamtheit der Bewerbenden für eine Position bzw. eine Organisation. Die beiden wesentlichen Parameter zur Charakterisierung eines B. sind die Zahl der Bewerbenden und deren Eignung für die Position bzw. Organisation. Maßnahmen des Personalmarketings sind daran zu evaluieren, inwiefern es ihnen gelingt, sowohl die Zahl der Bewerbenden als auch den Prozentsatz der Geeigneten möglichst hoch zu halten. Aus einer kombinierten Optimierung der beiden Parameter resultiert aus Sicht der Personalauswahl eine hohe Selektionsquote (Selektionsrate) und eine hohe Basisrate, was wiederum die Zahl der Fehlentscheidungen bei gegebener Kriteriumsvalidität (kriteriumsbezogene Validität) eines Auswahlverfahrens minimiert. Zum anderen beschreibt der Begriff B. diejenigen Bewerbenden, die statt einer Absage auf eine Bewerbung ein Eisschreiben erhalten. Damit wird auch die Gestaltung von Absageschreiben Bestandteil des Personalmarketings. In einem Eisschreiben wird den Personen mitgeteilt, dass man für sie zwar derzeit keine vakante Position habe, man aber ihre Unterlagen gerne archivieren wolle, um bei Bedarf darauf zurückkommen zu können. Die Unterlagen von Personen, die einwilligen, werden dann in einem B. abgelegt.

Verwendete Literatur

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