Bewusstseinslage

 

(= B.) [engl. states of consciousness], [EM, KOG], die versch. Handlungsphasen des Rubikonmodells differenzieren vier eigenständige Phänomene zielorientierten Verhaltens (Ziele, Verhalten): Abwägen, Planen, Handeln (Handlung) und Bewerten. Da jedes dieser Phänomene die Bearbeitung einer jew. anderen Aufgabe impliziert, entstehen versch. B., wenn mit der Lösung dieser Aufgaben begonnen wird. Das Konzept B. bez. somit die Aktivierung kogn. Prozeduren (Kognition), die bei der Übernahme und Ausführung einer Aufgabe in den versch. Phasen des Handlungsverlaufs gebraucht werden (Heckhausen & Heckhausen, 2010; Gollwitzer, 2012). Die spezif. kogn. Merkmale der B. des Handlungsverlaufs lassen sich durch Analysen der jew. Aufgabenanforderungen bestimmen. So beinhaltet die abwägende B. eine Offenheit für die obj. Verarbeitung aller Informationen hinsichtlich der Wünschbarkeit eines Handlungsergebnisses sowie der Durchführbarkeit der dazu notwendigen Handlungen. Die kogn. Orientierung der planenden B. soll gewährleisten, dass bevorzugt Informationen aufgenommen werden, die die Ausführung von Handlungen begünstigt, die für die Zielrealisierung instrumentell sind. Die aktionale B. unterstützt die Wahrnehmung des eigenen Selbst als Akteur und der aktuellen Umweltreize, sodass ein reibungsloser Handlungsablauf unterstützt wird. So beurteilen sich Personen in dieser B. bspw. pos. als Personen in der abwägenden B. Ereignisse, die möglicherweise zu Unterbrechungen des Handlungsablaufs führen könnten (wie bspw. konkurrierende Ziele oder Ablenkungen durch Unterbrechungen etc.) werden dagegen ignoriert. In der bewertenden B. ist die kogn. Orientierung so ausgerichtet, dass möglichst obj. und genau das erreichte Handlungsergebnis bewertet werden kann. Es erfolgt i. d. S. ein Vergleich zw. dem Handlungsergebnis und dem ursprünglichen Ziel.

Referenzen und vertiefende Literatur

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