Bildung, inklusive

 

(= i. B.) [engl. education, inclusive; lat. includere einschließen], [GES, PÄD], i. B. erfordert die Möglichkeit zur Partizipation am allg. Bildungssystem in einer Schule für alle Schüler. Grundlage der i. B. ist die Wertschätzung von inter- und intraindiv. Diversität als Normalität in der B., verbunden mit der Auffassung, dass die «Vielfalt als Ressource und Chance für Lern- und Bildungsprozesse» (Dt. UNESCO-Kommission, 2014) vor allem eine Bereicherung für den schulischen Kontext darstellt. Hierbei ist das Verständnis von Inklusion als Prozess der UNESCO bedeutsam, bei dem durch verstärkte Partizipation an Lernprozessen (Lehr-Lern-Prozesse) mittels Reduzierung und Abschaffung von Exklusion in der B. auf die versch. Bedürfnisse von allen Kindern eingegangen wird. Dies wird von der Überzeugung (Überzeugungssystem) getragen, dass es in der Verantwortung des regulären Systems liegt, alle Kinder zu unterrichten und diese dabei durch qual. hochwertige B. in die Lage zu versetzen, ihre Potenziale zu entfalten. Im Hinblick auf die Zielgruppen der i. B. kann in diesem Kontext zw. einem engeren und erweiterten Inklusionsverständnis differenziert werden. Bei einem engeren Inklusionsverständnis erfolgt eine Konzentration auf Kinder mit sonderpäd. Förderbedarf (Sonderpädagogik) nach der UN-Behindertenrechtskonvention. Diese stellt sicher, «dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden» (Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, 2009, § 24,2). Ein erweitertes Inklusionsverständnis umfasst Kinder mit bes. päd. Förderbedarf im Kontext der Salamanca-Erklärung (UNESCO 1994, 4): Dessen Leitprinzip besagt, «dass Schulen alle Kinder, unabhängig von ihren physischen, intellektuellen (Intelligenz), sozialen (soziale Kompetenzen), emot. (emotionale Kompetenz), sprachlichen (Sprache) oder anderen Fähigkeiten aufnehmen sollen. Das soll behinderte und begabte Kinder einschließen» sowie Kinder «von sprachlichen, kult. oder ethnischen Minoritäten», wobei diese Zielgruppen gleichermaßen im Kontext der indiv. Förderung (Förderung, individuelle) bedeutsam sind.

Referenzen und vertiefende Literatur

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