Blockierung

 

(= B.) [engl. blocking], [KOG], B. ist ein Effekt, der bei der Konditionierung beobachtet werden kann. B. tritt auf, wenn der Konditionierungseffekt zw. einem konditionierten Stimulus (CS) A und einem unkonditionierten Stimulus (US) beeinträchtigt wird, weil der US durch wiederholte Darbietung mit einem anderen CS X assoziiert ist. Die bereits bestehende Assoziation zw. X und US blockiert also somit die Assoziation zw. A und US. Freut sich ein Hund über das Klappern des Fressnapfs (X), weil dieses Geräusch Futter (US) ankündigt, wird ein später hinzukommender zweiter CS A, wie das Geräusch beim Öffnen der Futterbox, keine Assoziation mit dem US ausbilden. Meist wird das Rescorla-Wagner Model herangezogen, um B. zu erklären. Danach wird die Assoziation zw. A und US nicht gelernt, weil X bereits den US vorhersagt. Auch wird B. als Beleg dafür angeführt, dass Kontingenz und nicht Kontiguität ausschlaggebend für die klassische Konditionierung ist.

[EM], psychopathologische Emotionshemmung, kurzzeitige Leistungshemmung (bzw. Hemmung des Wahrnehmens, Denkens) durch emot. Erregung.

[BIO], Unterbrechung einer normalen Reizleitung (z. B. Synapsenblock, Herzblock).

[FSE], Stichprobe homogener Einheiten; durch Diskriminanzanalyse wird der Intrablockeffekt (Variation innerhalb der B.) vom Interblockeffekt (Variation zw. den B.) getrennt.

Referenzen und vertiefende Literatur

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