Bollnow, Otto Friedrich

 

(1903–1991), [HIS, PHI, PÄD], als Sohn eines Hochschullehrers studierte Otto Bollnow nach der Schulzeit in Pommern in Berlin und Greifswald Math. und Physik. Er promovierte dort in Physik und wurde 1925/26 Lehrer an der Odenwaldschule. Nach einer kurzen Assistenzzeit in Göttingen machte Otto Bollnow 1927 das das Staatsexamen in Math. und Physik und begann eine phil. Habilitationsarbeit. Er folgte dem Philosophen Martin Heidegger von Marburg nach Freiburg. Otto Bollnow habilitierte sich in Göttingen und erhielt 1935 einen Lehrauftrag für die Philosophie der Geisteswiss., 1938 eine Lehrstuhlvertretung in Gießen, wo er zunächst zum a.o. Professor, 1939 zum o. Professor für Ps. und Päd. ernannt wurde. Er wurde zum Kriegsdienst eingezogen, jedoch als Physiker eingesetzt. Nach dem Krieg 1946 kehrte er nach Gießen zurück und an die neu eröffnete Universität Mainz. 1953 erhielt er einen Ruf nach Tübingen auf den Lehrstuhl Eduard Sprangers, wo er bis zu seiner Emeritierung 1970 blieb. Otto Bollnow befasste sich in seinem wiss. Werk mit phil. und päd. Themen, wie phil. Anthropologie und Methoden der Geisteswiss. Er vertrat versch. zeitgenössische Ansätze (Lebensph., Existenzphil., Phänomenologie) und setzte sich mit den emot. Grundgestimmtheiten des Menschen auseinander.

Referenzen und vertiefende Literatur

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