Cannabis

 

(= C.) [engl. cannabis], [BIO, PHA], psychotrope Substanz, aus Hanf gewonnen und in versch. Zubereitungen konsumiert, bes. Haschisch und Marihuana. Der Hauptwirkstoff ist \delta ^{9}-Tetrahydrocannabinol (\delta ^{9}-THC oder kurz THC). Die Wirkung entfaltet sich über eigene Rezeptoren, sog. Cannabisrezeptoren (CB1-Rezeptor), die bei Aktivierung über ein Second-Messenger-System die Adenylylcyclase hemmen und Kalziumkanäle blockieren. Rezeptoren finden sich v. a. in den Basalganglien, im Hippocampus und Cerebellum. C. hat viele psych. Effekte wie Gefühl der Entspannung, des Abrückens von Alltagsproblemen, angenehm empfundene Apathie, milde Euphorie, subj. gesteigerte Intensität von (akustischen) Sinneswahrnehmungen, i. d. R. keine Halluzinationen. Denken wird assoziationsreich (u. U. Ideenflucht). Das Zeitempfinden scheint die Zeit langsamer verstreichen zu lassen. Zahlreiche physiol. Wirkungen, u. a. leichte Tachykardie, Mundtrockenheit, antikonvulsive und antiemetische Komponenten. Bei Dauermedikation ändert sich das Wirkungsbild. Die bei Absetzen entstehenden Symptome dauern nur einige Tage und sind nicht quälend.

Referenzen und vertiefende Literatur

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