Charakterstärken und Tugenden

 

(= C., T.) [engl. character strengths, virtues], [KLI, PER], C. (moralisch pos. bewertete Eigenschaften) und T. sind zentrale Begriffe der Positiven Psychologie. In Peterson & Seligmans (2004) aus der Literatur abgeleitetem, hierarchischem Modell (Values in Action, VIA) des guten Charakters werden (1) situative Themen (die das Zeigen einer C. ermöglichen); (2) 24 C. und (3) 6 universelle T. (erreichbar durch das Ausleben der C.) auf höchster Ebene unterschieden. Zw. Menschen gibt es stabile und generelle indiv. Unterschiede in den C., für die Veränder- und Trainierbarkeit angenommen wird, da sie auch von den Lebensumständen einer Person abhängen und durch gezielte Aktivitäten verändert werden können. C. wurden über 10 Kriterien def.; z. B. sollen sie zu Erfüllungen im Leben führen. Es gibt empirische Belege, dass alle 24 C. (bei Jugendlichen und Erwachsenen) pos. mit Lebenszufriedenheit korreliert sind. Die vergleichsweise engsten Zus.hänge bestehen für Bindungsfähigkeit, Dankbarkeit, Enthusiasmus, Optimismus, und bei Erwachsenen auch Neugier. Es liegen auch exp. Befunde vor, die zeigen, dass ein Training von hoch korrelierenden C. mit einem Anstieg in Lebenszufriedenheit verbunden ist (im Vergleich zum Training niedrig korrelierender Stärken und einer Wartegruppe). Die Identifikation von Signaturstärken (die für eine Person bedeutsamsten C.) ist für die Praxis von Bedeutung. Es lässt sich empirisch zeigen, dass in Placebo-kontrollierten Studien ein gezielter Einsatz der Signaturstärken mit einem Anstieg in Lebenszufriedenheit verbunden ist bzw. der Einsatz vom Arbeitsplatz mit pos. Erleben bzw. der Einschätzung, dass der Beruf eine Berufung ist.

Verwendete Literatur

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