cluster-randomisierte Studie

 

(c. S.), [engl. cluster-randomized trials; engl. cluster Gruppe, Klumpen; random zufällig], [FSE], randomisierte kontrollierte Studie, bei der anstatt Individuen Gruppen oder soziale Einheiten (Cluster) den Vergleichsgruppen per Zufall zugeordnet werden. Diese Studienform ist bei Interventionsstudien insbes. dann indiziert, wenn die Clusterzugehörigkeit die Merkmalsausprägungen der Einzelpersonen mitbestimmt oder untersuchte Wirkbeziehungen (InterventionOutcome) moderiert. So muss bspw. davon ausgegangen werden, dass der Lernerfolg eines Schülers von der Lehrkraft und dem Klassenverband, in dem er sich befindet, abhängt. Stat. wirkt sich dies so aus, dass sich Schülerausprägungen (1) innerhalb von Klassen weniger und (2) zw. Klassen stärker unterscheiden, als dies per Zufall erwartet würde (Intraklassenkorrelation). Um eine stat. angemessene Modellierung (Mehrebenenanalyse) zu ermöglichen und empirisch valide Effekte erfassen zu können, werden bei c. S. die Cluster (z. B. Schulklassen, Arbeitsgruppen, Stationen in Kliniken) randomisiert (möglichst N > 60 Cluster), obwohl die Outcome-Merkmale auf Individuenebene erhoben werden. Die c. S. ist zudem anzuwenden, wenn eine Intervention gezielt auf Clusterebene wirken soll (z. B. Kompetenz einer Lehrkraft, Interaktionsformen in Arbeitsgruppen, klin. Betreuungsangebote) und die Effekte auf Ebene eindeutig zugeordneter Einzelindividuen erwartet werden (z. B. Schülerkompetenzen, Mitarbeiterzufriedenheit, Behandlungserfolg von Pat.). C.S. können weiterhin eingesetzt werden, um Bedrohungen der internen Validität in Organisationen (interne Validität, Bedrohungen der) zu vermeiden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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