Compensatory Carry-Over Action Model

 

(= CCAM) [engl.] «Kompensatorisches Übertrags-Handlungsmodell», [KLI], Theorie, die Gesundheitsverhaltensänderung in versch. Bereichen betrachtet, vorhersagt und damit versucht, eine Grundlage für Optimierungen zu liefern. Das CCAM (Lippke, Schüz, 2018) berücksichtigt mehrere Verhaltensweisen im Zus.hang miteinander und beruht auf folg. Annahmen: (1) Versch. Verhaltensweisen, die im Zus.hang mit Gesundheit stehen (z. B. Bewegung und Ernährung), interkorrelieren. (2)  Emotional relevante, höhergeordnete Ziele (z. B. «Ich möchte möglichst lange erwerbsfähig bleiben») sind dabei der Motor dieser Verhaltensweisen, indem sie die versch. Verhaltensweisen initiieren und in ihrer Aufrechterhaltung unterstützen. (3) Innerhalb der jew. Verhaltensweisen werden die Intentionen/ Ziele über Handlungspläne in Verhalten übersetzt und durch Selbstwirksamkeitserwartung bedeutsam beeinflusst. (4) Es gibt versch. psychol. Mechanismen, die zw. den einzelnen Verhaltensweisen wirken: Ressourcen können von einem Bereich in den anderen übertragen werden (durch sog. Carry-Over Mechanismen, z. B. Transferüberzeugungen; Fleig et al., 2011) und kompensatorische Kognitionen/Gesundheitsüberzeugungen [engl. compensatory cognitions, compensatory health beliefs], können die Intentionsbildung und tatsächliche Realisierung des anderen Verhaltens anregen oder auch hemmen. (5) Diese Verhaltensweisen tragen direkt zur Belastungsbewältigung bei und können das Wohlbefinden pos. beeinflussen.

Verwendete Literatur

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