contract management

 

(= c.m.) [engl.] Vereinbarungsmanagement, syn. Verhaltensverträge [engl. contingency contracting], [KLI], bez. eine Form der Stimuluskontrolle, bei der durch eine verbale (oder schriftliche) Vereinbarung die Wahrscheinlichkeit von zukünftigem (erwünschtem) Verhalten erhöht bzw. von unerwünschtem Verhalten reduziert wird. Die Absprache wird zu einem Teil der Bedingungen, unter denen zukünftiges Verhalten auftreten bzw. nicht auftreten sollte. Wichtig ist zu beachten, dass die Abgabe des Versprechens zumeist unter völlig anderen Bedingungen erfolgt als das Zielverhalten (das bekannteste Bsp. sind Silvestervorsätze). Aus diesem Grunde sollten für c.m. einige Bedingungen eingehalten werden, damit der Vorsatz auch umgesetzt wird. Zu nennen sind v. a. Beschreibung des Zielverhaltens (z. B. Häufigkeit, Kriterien), Beibehalten der motivationalen Voraussetzungen (Behandlungsmotivation) so lange, bis das Zielverhalten realisiert ist (und nicht bereits bei Abgabe des Vorsatzes, z. B. bei einer Gerichtsverhandlung wegen Alkoholkonsums), Angabe von Kontingenz für Einhaltung bzw. Nicht-Einhaltung des Vertrages, Angabe des «timing» für Konsequenzen, d. h. schrittweise Vergabe von Konsequenzen für das Zielverhalten. Verträge werden zumeist zw. zwei oder mehreren Personen abgeschlossen (z. B.  i. R. einer Partnerschaft oder der Paartherapie); als Therapeut kann man Pat. auch dabei unterstützen, einen Vertrag zur Veränderung eigenen Verhaltens für sich selbst zu erstellen. Hier handelt es sich um c.m.  i. R. des Selbstmanagements.

Verwendete Literatur

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