Coping, dyadisches

 

[engl. dyadic coping; gr. δύας (dyas) Zweiheit, engl. coping Bewältigung], [KLI], stellt eine ergänzende Form zur indiv. Stressbewältigung dar und def. Coping bei Paaren aus einer interpersonellen Perspektive. Im systemisch-transaktionalen Ansatz (STM, Bodenmann, 2000) wird dyadisches Coping als ein Prozess beschrieben, bei dem die verbalen oder nonverbalen Stresssignale des einen Partners durch Reaktionen des anderen Partners (fehlende Wahrnehmung, Stressansteckung, ignorieren, pos. oder neg. supportives dyadisches Coping, delegiertes dyadisches Coping) beantwortet werden. Bei Stress, der beide Partner gleichzeitig betrifft oder für beide relevant ist (we-stress), kann gemeinsames dyadisches Coping erfolgen. Ziel des dyadischen Copings ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der physischen, psych. und sozialen Homöostase beider Partner und des Paarsystems. Neben einer Stressreduktion führt dyadisches Coping zu einer höheren Kohäsion, Intimität und Vertrautheit zw. den Partnern. Dyadisches Coping unterscheidet sich von sozialer Unterstützung durch andere Personen durch die höhere Intimität und Exklusivität der Selbstöffnung und Tiefe der Unterstützung sowie das Konstrukt der gemeinsamen Stressbewältigung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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