Datenaggregation

 

(= D.) [engl. data aggregation; lat. aggregare zusammenfassen], [FSE], allg. Prinzip der empirischen Wissenschaften, Daten, die auf der Beobachtungsebene gewonnen wurden, zu aggregieren, um dadurch eine bessere Beziehung zw. Datenebene und Konstruktebene zu erhalten. Die D. wird in den Verhaltenswissenschaften zur Aufklärung der Verhaltens-Einstellungs-Relation und in der Verhaltensps. als multiple-act-Kriterium vorgeschlagen. In der Testps. aggregiert man größere Pools von Items, um bessere Prädiktor-Kriteriums-Relationen zu erhalten. In der Konsistenz-Debatte wurde dieses Prinzip wieder aufgegriffen, und zwar mit folg. Zielrichtung: Messfehler von Einzeldaten zu reduzieren und den Verallgemeinerungsbereich von Resultaten zu erreichen. Der einfachste Fall ist die D. über Vpn. Diese wird bei dem nomothetischen Vorgehen immer verfolgt. Die zweite Möglichkeit ist die D. über Versuchsdurchgänge. Hier kann überprüft werden, ob sich dabei die zeitliche Stabilität bzw. die Reliabilität erhöht. Der dritte Anwendungsfall ist die Aggregation über Stimuli oder Situationen. Ein weiterer Bereich bezieht die D. über Messoperationen mit ein; schließlich kann eine D. noch über Beurteiler erfolgen.