Deblockierungseffekt

 

(= D.) [engl. deblocking effect; lat. de- ab-, weg-], [BIO], höhere psych. Funktionen, die infolge von kortikalen Hirnverletzungen gestört sind, können wieder in Gang gesetzt (deblockiert) werden, indem Abläufe von ähnlichen und noch intakten Funktionen vorausgeschickt werden. Z. B. kann eine Blockierung der Wortselektion bei der Benennung eines bekannten Gegenstandes aufgehoben sein nach dem Lesen oder Anhören eines Satzrahmens, dessen semantische Struktur (Engelkamp, 1973) durch die gesuchte Bildbez. passend ergänzt wird. Systematisch wird D. zur Behandlung bei Aphasien (Aphasie) eingesetzt von Weigl (Luria, 1970).

Verwendete Literatur

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