debriefing

 

(= d.) [engl.] Nachbesprechung, [FSE], Aufklärungsgespräch nach Abschluss eines Experiments, in dem die Versuchsteilnehmer über die Ziele und die Verfahren des Experiments unterrichtet werden.

[KLI], als d. wird auch das Besprechen traumatischer Erlebnisse (Trauma), z. B. mit Beteiligten nach Katastrophen, i. R. einer Gruppenkrisenintervention bez. Eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Formen der Gruppenkrisenintervention ist das von Jeffrey Mitchell 1983 entwickelte Critical Incident Stress Debriefing (CISD, Mitchell & Everly, 1998). D. soll die Verarbeitung erleichtern und der Prävention von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) dienen. D. wird von vielen Betroffenen gut aufgenommen, es gibt aber Hinweise, dass es der Verarbeitung nicht immer förderlich ist, wahrscheinlich, weil es die spontane Verarbeitung auch stören kann. Ein Cochrane Review fand keine Hinweise dafür, dass d. das Auftreten einer PTBS verhindert, es zeigte sich, dass durch d. neg. Langzeitergebnisse hinsichtlich der Entstehung einer PTBS beobachtet werden können.

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.