Delinquenz

 

(= D.) [engl. delinquence; lat. delinquere sich vergehen], [KLI], Straffälligkeit; grundlegend ist die Frage, ob D. v. a. auf eine ungünstige aktuelle Umgebung, eine untypische persönliche Situation, generellere persönliche Probleme oder eine Persönlichkeitsstörung zurückzuführen ist. Wichtig ist auch die Frage der Therapiemotivation, die v. a. bei einer sorgfältig diagn. abzuklärenden Persönlichkeitsstörung oft sehr beschränkt ist. Davon hängen Erfolgsaussichten und konkrete Gestaltung einer Therapie ab. Bei einer Therapie geht es oft um eine Verbesserung nicht delinquenter Kompetenzen und der Selbstkontrolle. Neben Einzeltherapie kommen auch Gruppentherapie und – insbes. bei Kindern und Jugendlichen – Familientherapie sowie direkte Maßnahmen in der Umgebung, z. B. der Schule, zum Einsatz, wobei diejenigen familienbezogene Interventionen als am wirksamsten gelten, bei denen Eltern wirksamere Umgangsweisen mit ihren Kindern erlernen (konsistente Belohnung und Bestrafung) oder verhaltensorientierte Familientherapien, an denen Eltern und Kinder gemeinsam teilnehmen. Zudem sind präventive Maßnahmen von bes. Bedeutung. Gewaltdelinquenz, Sexualdelinquenz.