Demenzielles Syndrom

 

(= D. S.) [engl. dementia syndrome], [BIO, KLI, PHA], Überbegriff für Demenz-Erkrankungen. Im Vorfeld des eigentl. D. S. kommt es häufig zu Symptomen, die sich kaum von denen einer Depression unterscheiden lassen (z. B. Verlust von Interesse und Antrieb, depressive Verstimmung). Im weiteren Verlauf kommt es zu kogn. Störungen, die bes. das Kurzzeitgedächtnis betreffen und in ihrer Schwere zunehmend sind. Neben motorischen Störungen (z. B. Ataxie, Apraxie) zeigen sich außerdem auch Verhaltensstörungen wie Apathie oder aggressives Verhalten. Es können zwei Arten des D. S. unterschieden werden: vaskuläre und degenerative Demenzen. Bei einer vaskulären Demenz liegt die Ursache in mehreren (kleineren) Infarkten oder Blutungen im Gehirn und dem dadurch bedingten Untergang von neuronalem Gewebe. Die häufigsten Ursachen für degenerative Demenzen sind die Alzheimer-Erkrankung, die Lewy-Body-Demenz und die Parkinson-Erkrankung.