Denkstörungen, inhaltliche

 

(= i. D.) [engl. disorder of thought content], [KLI], bez. Störungen der Gedankeninhalte, im Ggs. zu formalen Denkstörungen, die sich auf Störungen im Prozess des Denkensbeziehen. I. D. stellen eine Kategorie im psych. Befund dar und umfassen (akustische, visuelle, olfaktorische u. a.) Halluzinationen, Befürchtungen, Zwänge und Wahn. Wahn umfasst Wahnstimmung, -wahrnehmungen, -einfälle, -gedanken, die sich als Beziehungs-, Beeinträchtigungs- und Verfolgungs-, Eifersuchts-, Schuld-, Verarmungs-, Größenwahn, hypochondrischer Wahn und andere Wahninhalte zeigen können. I. D. können bei versch. psych. Störungen auftreten, z. B. Befürchtungen bei allen Angststörungen, Zwänge bei der Zwangsstörung, Wahn und Halluzinationen bei Schizophrenie, bipolaren Störungenaffektiven Störungen und anderen psychotischen Störungen. Auch die direkte Wirkung einer Substanz (Droge, Medikament) oder das Vorliegen eines med. Krankheitsfaktors können i. D. auslösen.