Deprivation

 

(= D.) [engl. deprivation; lat. deprivare berauben], [KOG, SOZ], Entzug oder Vorenthalten von bedürfnisbefriedigenden Objekten oder Reizen. V. a. beobachtet wird die D. als «soziale D.» bzw. als «soziale Isolation». Zur Klärung der Bedeutung werden mit Deprivationsexperimenten (bes. bei Tieren) die Auswirkungen von Hunger und Durst (z. B. bei Lernexperimenten), der Schlafentzug, die langfristige Wirkung sozialer Isolation z. B. an verwaisten, hospitalisierten Kindern oder bes. Arbeitssituationen, die Reizarmut in versch. Phasen der Entwicklung erforscht. Sensorische D. führt beim Menschen nach wenigen Tagen zu schweren Störungen (Heron et al., 1956).

maternal deprivation [engl.], [EW], der Mangel an mütterlicher Zuwendung und Pflege. Hospitalismus.

Verwendete Literatur

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