Dessoir, Max

 

(1967–1947), [HIS], Philosoph, Psychologe und Ästhetiker. Studium der Philosophie in Berlin (Dr. phil. 1889) und der Medizin (Dr. med. 1892 in Würzburg); Habilitation 1892 für Philosophie, 1897 ao. Prof, 1920 o. Prof., 1933 Lehrverbot und 1940 Verbot der Publikationstätigkeit. Dessoir gründete 1906 die Zeitschrift für Ästhetik und allg. Kunstwissenschaft, 1909 die Gesellschaft für Ästhetik und allg. Kunstwissenschaft und veranstaltete deren Kongresse 1913–1931. Allgemein gilt Dessoir als jener Wissenschaftler, der die wiss. Ästhetik in Abgrenzung von den Kunstwissenschaften begründete. Dessoirs Interesse an okkulten Phänomenen führte ihn 1889 zum Begriff der Parapsychologie. Dessoirs Arbeiten über den Werteverlust im Ersten Weltkrieg sind in der Friedenspsychologie rezipiert worden. Nicht zuletzt in Erinnerung an Dessoirs Arbeiten zur Psychologiegeschichte vergibt die Fachgruppe Geschichte der Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)) einen nach Max Dessoir benannten Preis für psychologiegeschichtliche wiss. Arbeiten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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