Destruktionstrieb

 

(= D.) [engl. destructive drive, destructive instinct; lat. destruere niederreißen], [KLI], der Begriff D. steht bei Freud (Psychoanalyse) in enger Verbindung zum Begriff Todestrieb. Während der Todestrieb v. a. nach innen wirkt und das Ziel verfolgt, den Organismus bzw. das Individuum in einen spannungslosen, letztlich leblosen Zustand zu überführen, bez. der D. den Teil des Todestriebs, der sekundär nach außen gerichtet wird. Es ist die Aufgabe der Lebenstriebe (Lebenstrieb), den nach innen gewendeten Todestrieb so weit wie möglich unschädlich zu machen und sich ihm zu entledigen, indem sie ihn mithilfe der Muskulatur nach außen gegen die Objekte der Außenwelt richten. Die aggressive, nach außen projizierte Äußerungsform des Todestriebs wurde maßgeblich von Melanie Klein erforscht.

Verwendete Literatur

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